LexikonKaktusfeige
Allgemein
Die Kaktusfeige ist die Frucht des Feigenkaktus (Gattung Opuntia) und zeichnet sich durch ihr leuchtend gelbes bis rötliches Fruchtfleisch mit zahlreichen kleinen Kernen aus. Der Geschmack ist süß-fruchtig mit dezenten Noten von Melone, Birne und Zitrus. In der Küche wird sie frisch, entsaftet oder zu Püree verarbeitet und verleiht Getränken sowie Süßspeisen eine exotische Note. Beim Schälen ist Vorsicht geboten, da die Schale feine, reizende Borsten (Glochiden) tragen kann. Reife Früchte geben auf sanften Druck leicht nach und duften angenehm.
Herkunft
Ursprünglich stammen Feigenkakteen aus dem amerikanischen Doppelkontinent, insbesondere aus Mexiko. Heute werden Kaktusfeigen in vielen warmen, trockenen Regionen rund um das Mittelmeer, in Nordafrika sowie in Teilen Südamerikas kultiviert. In Mexiko haben sie eine lange Tradition in Küche und Kultur; dort sind sowohl die Früchte (Tunas) als auch die jungen Triebe (Nopales) weit verbreitet. Die Verbreitung erfolgte bereits in der Kolonialzeit, wodurch die Pflanze in vielen Ländern eingebürgert wurde.
Verwendung
Kaktusfeigen eignen sich hervorragend zum Frischverzehr, für Säfte, Limonaden, Sorbets, Marmeladen und Gelées. Für Getränke wird das Fruchtfleisch meist passiert, um die harten Kerne zu entfernen. In Desserts harmoniert die Frucht mit Zitrus, Vanille, Minze und milden Joghurts. Auch herzhafte Anwendungen sind möglich, etwa als fruchtige Komponente in Salsas. Die Schale wird nicht mitgegessen; die Früchte lassen sich am besten mit Handschuhen oder einer Gabel festhalten und rundum abschneiden.
Nährwerte
Kaktusfeigen sind wasserreich und kalorienarm. Sie liefern Vitamin C, Betacarotin und einige B‑Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Die zahlreichen kleinen Kerne tragen Ballaststoffe bei. Der Zuckergehalt variiert je nach Sorte und Reifegrad, was den Geschmack von mild bis sehr süß beeinflussen kann.
Besondere Merkmale
Typisch sind die feinen, schwer sichtbaren Glochiden an der Schale, die Hautreizungen verursachen können. Daher sollten die Früchte vor dem Schälen unter fließendem Wasser abgebürstet oder mit Küchenpapier abgewischt werden. Das Fruchtfleisch färbt je nach Sorte intensiv gelb, orange oder purpurrot und kann Speisen und Getränke leuchtend einfärben. Die Konsistenz ist saftig und zart, mit deutlich spürbaren, aber essbaren Samen.
Begrifflichkeiten
Synonyme und Bezeichnungen sind unter anderem Kaktusfeige, Kaktusfeigen, Feigenkaktus-Frucht, Opuntienfrucht, Nopalfrucht sowie im Spanischen Tuna. Botanisch zählt die Frucht zur Gattung Opuntia innerhalb der Kakteengewächse (Cactaceae). In Rezepten wird sie teilweise auch als Prickly Pear oder Indian Fig bezeichnet.

