Rauchige Aromen undentspannte Vielfalt
Fakten
Ein Deckel macht den Grill zum Garraum: Bei geschlossenem Deckel zirkuliert heiße Luft um das Grillgut. Dadurch eignet sich der Grill auch für größere Stücke und indirekte Zubereitung.
Flammen sind keine ideale Grillhitze: Herabtropfendes Fett kann aufflammen und die Oberfläche schnell verbrennen oder verrußen. Gleichmäßige Glut beziehungsweise kontrollierte Brennerhitze erzeugt berechenbarere Ergebnisse.
Zucker bräunt besonders schnell: Honig, Sirup und süße Marinaden können bei direkter Hitze verbrennen. Solche Glasuren werden deshalb häufig erst in der letzten Phase des Grillens aufgetragen.
Temperaturzonen geben Kontrolle: Ein heißer Bereich eignet sich zum Anbraten, ein gemäßigter Bereich zum Fertiggaren und Warmhalten. Das Grillgut kann dadurch passend zu Größe und gewünschter Bräunung verschoben werden.
Rauchige Aromen undentspannte Vielfalt
Grillen verbindet kräftige Hitze mit Röstaromen und einer unkomplizierten Zubereitung im Freien oder auf einem geeigneten Grillgerät. Fleisch, Fisch, Gemüse, Käse, Brot und sogar Früchte lassen sich auf dem Rost zubereiten. Entscheidend ist nicht möglichst viel Hitze, sondern ihre kontrollierte Verteilung. Unterschiedliche Temperaturzonen ermöglichen es, Zutaten zunächst scharf anzurösten und anschließend sanfter fertig zu garen.
Beim direkten Grillen liegt das Grillgut unmittelbar über der Wärmequelle. Diese Methode eignet sich für dünne Steaks, Würstchen, Gemüsescheiben, Garnelen oder kleinere Spieße. Größere Stücke profitieren vom indirekten Grillen, bei dem die Hitze seitlich wirkt und der geschlossene Deckel einen ofenähnlichen Garraum schafft. So können Braten, ganze Geflügelstücke oder festes Gemüse gleichmäßiger garen, ohne außen zu schnell zu verbrennen.
Marinaden bringen Gewürze, Säure, Fett und Aromen an die Oberfläche. Sehr zuckerhaltige Bestandteile wie Honig oder süße Grillsauce bräunen jedoch schnell und werden besser erst gegen Ende aufgetragen. Eine trockene Oberfläche unterstützt deutliche Grillspuren und Röstaromen. Empfindlicher Fisch oder kleinteiliges Gemüse lässt sich in einer Grillschale, auf einer Platte oder in einem Grillkorb leichter wenden.
Nach dem Grillen dürfen größere Fleischstücke kurz ruhen, während Brot, dünner Fisch und knackiges Gemüse meist direkt serviert werden. Frische Kräuter, Zitronensaft, Würzbutter, Salsa oder Joghurt-Dips setzen anschließend kühle und frische Akzente. Auch Beilagen können auf dem Grill entstehen: Mais, Kartoffeln, Paprika, Zucchini oder Pfirsiche entwickeln durch die Hitze eine natürliche Süße und ein kräftigeres Aroma.