Warum Mehl nicht gleich Mehl ist
Auf den ersten Blick wirkt es simpel – doch Mehl ist ein kleines Universum. Drei Faktoren bestimmen seinen Charakter:
- Getreideart – Weizen, Roggen, Dinkel, Mais, Reis oder sogar Kichererbsen: Jedes Korn bringt andere Aromen und Eigenschaften mit.
- Typenzahl – Die Zahl verrät, wie viele Mineralstoffe und Ballaststoffe im Mehl stecken. Je höher, desto kräftiger und dunkler das Mehl.
- Körnung – „Glatt“, „griffig“ oder „universal“ beschreiben, wie fein das Mehl gemahlen wurde – entscheidend für die Bindung mit Wasser und die Textur des Teigs.
Mehlsorten im Überblick
- Weizen – der Klassiker
Vielseitig, elastisch, ideal für Kuchen, Brot & Pizza. - Dinkel – nussig & traditionell
Fein-nussiges Aroma, am besten gemischt für saftiges Brot. - Roggen – kräftig & aromatisch
Bindet Wasser, hält Brot lange frisch – perfekt für Sauerteig. - Hartweizen – goldgelb & bissfest
Optimal für Pasta und Pizza, sorgt für den typischen „al dente“-Biss. - Vollkornmehle – alles drin
Aus dem ganzen Korn, reich an Nährstoffen & rustikal im Geschmack.
Die Sache mit den Typenzahlen
Die Typenzahl beschreibt den Mineralstoffgehalt. Sie entsteht durch ein Labortestverfahren: Je mehr „Asche“ nach dem Verbrennen bleibt, desto höher die Zahl.
- Type 405 / 480: helles Mehl, ideal für Kuchen, Feingebäck und Strudel.
- Type 700: klassisches Brotmehl, vielseitig einsetzbar.
- Type 1050 / 1600: dunkler, mineralstoffreicher, mit kräftigem Aroma.
- Vollkorn: hat keine Typenzahl, da das ganze Korn vermahlen wird.
👉 Merke: Niedrige Zahl = feiner und heller. Hohe Zahl = rustikaler, kräftiger und nährstoffreicher.
Glatt, griffig, universal – was steckt dahinter?
- Glattes Mehl: superfein, ideal für Strudelteig, Kuchen, Kekse.
- Griffiges Mehl: körniger, bindet langsamer, perfekt für Knödel, Nockerl und Brandteig.
- Universalmehl: eine Mischung – vielseitig einsetzbar für Palatschinken, Biskuit oder herzhafte Teige.
Inspiration für deine Küche
✨ Pizza wie beim Italiener – mit Hartweizenmehl gelingt der perfekte Boden.
✨ Sauerteigbrot aus Roggen – aromatisch und lange frisch.
✨ Feiner Strudel – gelingt mit glattem Weizenmehl im Handumdrehen.
✨ Fluffige Palatschinken – am besten mit Universalmehl.
✨ Gesundes Vollkornbrot – ballaststoffreich und rustikal.
👉 In unserer Rezeptwelt findest du Ideen, wie du Mehle kreativ einsetzen kannst – von Klassikern bis zu modernen Food-Trends.
Exkurs: Moderne Mehlsorten für Foodies
Neben den Klassikern entdecken immer mehr Genießer Alternativen:
- Kichererbsenmehl: perfekt für Falafel oder glutenfreie Crêpes.
- Reismehl: beliebt in der asiatischen Küche und glutenfrei.
- Hanfmehl: reich an Eiweiß, kräftiger Geschmack – ein Superfood im Brot.
- Kastanienmehl: süßlich, aromatisch, ideal für Kuchen.
Fazit: Dein Mehl-Guide
Ob du Brot backst, Pasta zauberst oder süßes Gebäck liebst – die Wahl des Mehls macht den Unterschied. Experimentiere mit verschiedenen Typen, kombiniere Sorten und entdecke, wie spannend die Welt des Mehls sein kann.
