LexikonWonton-Teigblätter
Allgemein
Wonton-Teigblätter sind dünne, meist quadratische Teigplatten aus Weizenmehl, Wasser und häufig Ei. Sie dienen als Hülle für gefüllte Teigtaschen, die als Wontons bekannt sind. Die Blätter lassen sich leicht füllen, falten und versiegeln und behalten beim Garen ihre Form. Sie sind in asiatischen Lebensmittelgeschäften frisch oder tiefgekühlt erhältlich und eignen sich für Brühen, Dämpfen oder Frittieren.
Herkunft
Wontons stammen aus der chinesischen Küche und sind in vielen Regionalküchen Chinas verbreitet, etwa in Kanton, Sichuan oder Shanghai. Die Teigblätter haben sich über chinesische Communities weltweit verbreitet und sind heute in Asien, Nordamerika und Europa gängige Produkte. Je nach Region variieren Dicke, Größe und Eianteil, was Konsistenz und Farbe beeinflusst.
Verwendung
Wonton-Teigblätter werden mit Fleisch-, Fisch- oder Gemüsefüllungen gefüllt und anschließend in Brühe gegart, gedämpft oder frittiert. Für Suppen werden sie dünn gefüllt und nur kurz gekocht, während sie fürs Frittieren etwas fester verschlossen werden. Wichtig ist das Befeuchten der Ränder zum Verkleben und ein sorgfältiges Ausstreichen der Luft, damit die Taschen nicht aufplatzen.
Nährwerte
Die Blätter liefern vorwiegend Kohlenhydrate aus Weizenmehl sowie geringe Mengen Protein und Fett, insbesondere wenn Ei im Teig enthalten ist. Die Energiedichte ist moderat und variiert je nach Rezeptur und Dicke der Blätter. Beim Frittieren erhöht sich der Fettgehalt durch die Aufnahmemenge von Öl, während beim Garen in Brühe die Kalorienaufnahme gering bleibt.
Besondere Merkmale
Typisch sind die dünne, elastische Struktur und die quadratische Form, es gibt jedoch auch runde Varianten. Sie lassen sich gut einfrieren und portionsweise entnehmen, sollten aber vor der Verarbeitung behutsam aufgetaut werden, um Risse zu vermeiden. Eine leichte Bemehlung oder Stärke verhindert ein Zusammenkleben der Blätter.
Begrifflichkeiten
Im Deutschen sind neben „Wonton-Teigblätter“ auch „Wonton-Wrapper“ sowie die Schreibweise „Wantan“ gebräuchlich. Nicht zu verwechseln mit Gyoza- oder Mandu-Teigblättern, die ähnlich sind, jedoch in Rezeptur, Dicke und Form abweichen können.