LexikonWakame-Algen (getrocknet)
Allgemein
Wakame-Algen (getrocknet) sind essbare Braunalgen, die typischerweise in getrockneter Form angeboten werden und vor der Verwendung in Wasser rehydriert werden. Sie haben einen milden, leicht süßlichen und maritimen Geschmack mit zarter, aber bissfester Textur. In der Küche werden sie wegen ihrer Umami-Noten und ihres angenehmen Mundgefühls geschätzt. Getrocknete Wakame lässt sich gut lagern und dosieren und ist vielseitig einsetzbar.
Herkunft
Wakame stammt aus den Küstengewässern Ostasiens, insbesondere Japan, Korea und China. Die Alge wird dort seit Jahrhunderten kultiviert und als Grundzutat der regionalen Küche verwendet. Heute wird Wakame weltweit angebaut und exportiert, wobei nachhaltige Ernte- und Zuchtmethoden zunehmend an Bedeutung gewinnen. In Europa hat sich die Zutat durch die Popularität der japanischen Küche etabliert.
Verwendung
Getrocknete Wakame wird vor der Zubereitung wenige Minuten in Wasser eingeweicht, wodurch sie stark aufquillt. Sie verfeinert Algensalate, Misosuppen und Ramen, passt aber auch in Bowls, Gurkensalate oder als Beilage zu Fisch- und Reisgerichten. Nach dem Einweichen kann sie in feine Streifen geschnitten und mit Sesam, Reisessig, Sojasauce und Öl mariniert werden. Auch als Einlage in klaren Brühen und als Topping für kalte Speisen ist sie beliebt.
Nährwerte
Wakame ist kalorienarm und liefert Mineralstoffe wie Jod, Calcium, Magnesium und Eisen. Zudem enthält sie Ballaststoffe, etwas pflanzliches Eiweiß sowie Vitamine, beispielsweise Vitamin K und Folat. Der Jodgehalt kann je nach Herkunft stark variieren, weshalb ein maßvoller Verzehr empfohlen wird. Durch das Einweichen wird Salzgehalt aus dem Trocknungsprozess teilweise reduziert.
Besondere Merkmale
Die Alge zeichnet sich durch ihr starkes Quellvermögen aus, sodass bereits kleine Trockenmengen große Portionsgrößen ergeben. Sie bringt natürliche Umami-Noten in Speisen ein und unterstützt vegane sowie vegetarische Küchenstile. Wakame ist glutenfrei und von Natur aus laktosefrei. Ihre zarte Textur bleibt auch nach kurzer Garzeit erhalten.
Begrifflichkeiten
Wissenschaftlich wird Wakame als Undaria pinnatifida bezeichnet. Im Handel findet man Bezeichnungen wie „Wakame“, „getrocknete Wakame-Algen“ oder einfach „Seetang (Wakame)“. Nicht zu verwechseln ist sie mit Nori (Rotalge in Blättern) oder Kombu (Zuckertang), die andere Anwendungen und Geschmacksprofile besitzen.