LexikonTzatziki
Allgemein
Tzatziki ist ein cremiger, kalter Dip aus griechischem Joghurt, geriebener oder fein gewürfelter Gurke, Knoblauch, Olivenöl und meist Dill. Er zeichnet sich durch seine erfrischende, leicht säuerliche Note und eine knoblauchige Würze aus. Die Konsistenz reicht von sämig bis fest, je nach abgetropftem Joghurt und gut ausgedrückter Gurke. Tzatziki wird als Dip, Sauce oder Beilage gereicht und passt zu gegrilltem Fleisch, Gemüse, Ofenkartoffeln und Fladenbrot.
Herkunft
Seine Wurzeln liegen in der griechischen und breiter in der östlich-mediterranen Küche, verwandt mit türkischem Cacık und anderen Joghurt-Gurken-Zubereitungen des Balkans und Nahen Ostens. In Griechenland ist Tzatziki fester Bestandteil der Meze-Kultur und begleitet klassische Gerichte wie Souvlaki und Gyros. Internationale Verbreitung fand es über die mediterrane Restaurantküche und Grillkultur.
Verwendung
Tzatziki wird kalt serviert und häufig zu Grillgerichten, Fleischspießen, Falafel, Rohkost und im Sandwich oder Wrap verwendet. Für eine stabile, cremige Textur empfiehlt sich abgetropfter griechischer Joghurt; die Gurke wird entkernt und ausgedrückt, um Wasser zu reduzieren. Gewürzt wird klassisch mit Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft oder Essig sowie frischem Dill; Variationen nutzen Minze oder Petersilie. Es eignet sich auch als leichter Ersatz für Mayonnaise-basierte Saucen.
Nährwerte
Die Nährwerte hängen von Fettgehalt und Menge des Joghurts sowie Ölzugabe ab. Tzatziki liefert Protein aus Joghurt, wenig Kohlenhydrate und abhängig vom Joghurt moderaten Fettgehalt. Gurke trägt Ballaststoffe und Wasser bei, Knoblauch sekundäre Pflanzenstoffe. Insgesamt ist Tzatziki eine vergleichsweise kalorienarme, eiweißreiche Beilage.
Besondere Merkmale
Wesentlich für Geschmack und Konsistenz sind gut abgetropfter Joghurt und ausgedrückte Gurke, damit der Dip nicht verwässert. Der Knoblauch sollte frisch und fein verarbeitet werden; sein Aroma intensiviert sich nach kurzer Ziehzeit. Olivenöl rundet die Aromen ab und sorgt für Mundgefühl. Das Gericht ist vegetarisch und kann je nach Joghurtwahl laktosearm gestaltet werden.
Begrifflichkeiten
Neben der Schreibweise „Tzatziki“ sind „Zaziki“ und „Tsatsiki“ gebräuchlich. Verwandte Zubereitungen sind der türkische „Cacık“ (oft dünnflüssiger) und der indische „Raita“ (breitere Gewürzpalette). Im Handel ist Tzatziki als Fertigprodukt erhältlich; hausgemacht wird es klassisch aus Naturjoghurt, Gurke, Knoblauch, Olivenöl, Dill, Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft.