Lexikonthailändische Eiernudeln
Allgemein
Thailändische Eiernudeln sind feine Weizennudeln, die mit Ei hergestellt werden und dadurch ihre charakteristische gelbe Farbe und einen leicht reichhaltigen Geschmack erhalten. Sie sind elastisch, kochen schnell und bleiben bei richtiger Zubereitung angenehm bissfest. In Thailand sind sie sehr verbreitet und werden sowohl frisch als auch getrocknet verkauft. Häufig werden sie als Basis für Suppen, Wokgerichte oder trockene Nudelgerichte genutzt.
Herkunft
Die Nudeln stammen aus der chinesischen Nudelkultur, wurden aber in Thailand adaptiert und in zahlreiche regionale Gerichte integriert. Besonders in urbanen Street-Food-Szenen Bangkoks sind sie allgegenwärtig. Über chinesische Einflüsse gelangten Techniken und Formen nach Südostasien, wo sich eine eigene thailändische Variante etablierte, die heute fester Bestandteil der dortigen Alltagsküche ist.
Verwendung
Thailändische Eiernudeln eignen sich für Suppen wie Bamee Nam, für gebratene Varianten wie Bamee Haeng oder als Beilage zu gegrilltem Fleisch und Gemüse. Sie werden kurz in kochendem Wasser blanchiert oder direkt in Brühe gegart. Danach lassen sie sich mit Sojasauce, Austernsoße, Fischsauce, Knoblauchöl und frischen Kräutern wie Koriander kombinieren. Auch als Einlage mit Pak Choi, Wantan oder knusprigem Schweinefleisch sind sie beliebt.
Nährwerte
Als weizenbasierte Nudeln liefern sie vorwiegend Kohlenhydrate und enthalten durch das Ei zusätzlich etwas Protein und Fett. Die genaue Nährstoffzusammensetzung variiert je nach Herstellungsart und Ei-Anteil. In Kombination mit Brühe, Gemüse und Proteinquellen können sie eine ausgewogene Mahlzeit ergeben.
Besondere Merkmale
Die Nudeln zeichnen sich durch ihre goldgelbe Farbe, den zarten Ei-Geschmack und eine federnde Textur aus. Frische Ware hat eine sehr kurze Garzeit und eine feinere Struktur als getrocknete. Sie nehmen Saucen gut auf, ohne schnell zu verkochen, und eignen sich sowohl für schnelle Wokgerichte als auch für aromatische Brühen.
Begrifflichkeiten
Im Handel und in Rezepten erscheinen Bezeichnungen wie „Bamee“, „Ba Mee“ oder „Bami“, die auf die thailändische bzw. chinesisch-thailändische Variante von Eiernudeln verweisen. Englisch findet man häufig „Thai egg noodles“. Nicht zu verwechseln sind sie mit reisbasierten Nudeln wie Pad-Thai-Reisnudeln, die ohne Ei und aus Reismehl hergestellt werden.