LexikonTamarindenpaste
Allgemein
Tamarindenpaste wird aus dem Fruchtmark der Tamarinde gewonnen und zeichnet sich durch einen intensiv säuerlichen, fruchtigen Geschmack mit einer leichten Süße aus. Sie ist dunkelbraun, dicklich und sehr aromatisch, weshalb bereits kleine Mengen ausreichen. In der Küche dient sie als natürliche Säurequelle und Geschmacksverstärker, der Gerichten Tiefe und Balance verleiht. Meist wird sie in Wasser gelöst oder direkt in Saucen eingerührt.
Herkunft
Die Tamarinde stammt ursprünglich aus Afrika, ist heute jedoch vor allem in Indien, Südostasien und Lateinamerika weit verbreitet. In diesen Regionen hat sich eine reiche kulinarische Tradition rund um die Frucht entwickelt – von Currys und Chutneys bis hin zu Getränken und Süßwaren. Industriell hergestellte Tamarindenpaste ist international erhältlich und standardisiert in Geschmack und Konsistenz.
Verwendung
Tamarindenpaste wird häufig in Currys, Chutneys, Dips und Marinaden eingesetzt und ist ein Schlüsselbestandteil in Gerichten wie Pad Thai, Sambal oder verschiedenen indischen Linsen- und Fleischgerichten. Sie kann mit Wasser verdünnt, durch ein Sieb gestrichen oder direkt in Saucen eingerührt werden. Besonders gut harmoniert sie mit Zucker, Fischsauce, Sojasauce, Chili und Knoblauch, um eine ausgewogene süß-sauer-salzig-scharfe Balance zu erzielen.
Nährwerte
Tamarindenpaste enthält vorwiegend Kohlenhydrate aus natürlichen Fruchtsäuren und Zucker sowie geringe Mengen an Ballaststoffen, Kalium und Calcium. Der Energiegehalt ist moderat, variiert jedoch je nach Konzentration und Markenrezeptur. Da sie in kleinen Mengen verwendet wird, fällt ihr Kalorienbeitrag zum Gericht meist gering aus.
Besondere Merkmale
Charakteristisch ist die ausgeprägte, komplexe Säure mit leicht fruchtigen Karamellnoten. Je nach Produkt kann die Paste entkernt, gesiebt oder als Konzentrat vorliegen. Manche Marken fügen Salz, Zucker oder Konservierungsstoffe hinzu; puristische Varianten bestehen ausschließlich aus Tamarindenmark und Wasser.
Begrifflichkeiten
Neben "Tamarindenpaste" sind Bezeichnungen wie Tamarindenmark, Tamarindenkonzentrat oder Tamarind Paste gebräuchlich. In Rezepten wird teils zwischen fester Presspaste (zum Ansetzen mit Wasser) und flüssigem Konzentrat unterschieden; beide liefern denselben Grundgeschmack, unterscheiden sich aber in Dosierung und Intensität.