LexikonSüßkartoffel
Allgemein
Die Süßkartoffel ist die Knolle der Pflanze Ipomoea batatas und zeichnet sich durch ihr süßlich-nussiges Aroma und ihre cremige Textur aus. Sie kommt in verschiedenen Schalen- und Fleischfarben vor, am häufigsten mit orangenem Fleisch. In der Küche wird sie ähnlich wie Kartoffeln gebacken, gekocht, püriert oder frittiert, ist jedoch botanisch nicht mit der Kartoffel verwandt. Ihr natürlicher Zuckergehalt karamellisiert beim Rösten und sorgt für aromatische Röstaromen. Sie eignet sich sowohl für herzhafte als auch für süße Gerichte.
Herkunft
Ursprünglich stammt die Süßkartoffel aus Mittel- und Südamerika, wo sie seit Jahrhunderten als Grundnahrungsmittel kultiviert wird. Heute wird sie in tropischen und subtropischen Regionen weltweit angebaut, darunter in den USA, China und Afrika. In Europa gewann sie in den letzten Jahren an Popularität und ist ganzjährig verfügbar. Verschiedene Sorten unterscheiden sich in Farbe, Süße und Festigkeit. Ihre Verbreitung wurde durch koloniale Handelswege stark beschleunigt.
Verwendung
Süßkartoffeln eignen sich für Suppen, Pürees, Ofengemüse, Currys, Pommes und Gnocchi. Die Schale kann, gut gebürstet, oft mitgegessen werden, besonders bei jungen Knollen. Gewürze wie Ingwer, Zimt, Chili, Kreuzkümmel und Paprika harmonieren besonders gut. In Backrezepten ersetzt sie teils Fett oder Zucker durch ihr feuchtes, süßes Püree. Auch kalt als Salat oder Aufstrich ist sie beliebt. Garmethoden wie Rösten, Dämpfen und Backen betonen die natürliche Süße.
Nährwerte
Süßkartoffeln liefern komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Kalium. Besonders orangefleischige Sorten enthalten viel Beta-Carotin, das vom Körper zu Vitamin A umgewandelt wird. Sie bieten zudem Vitamin C und einige B-Vitamine. Durch die Kombination aus Ballaststoffen und langsam verfügbaren Kohlenhydraten sättigen sie nachhaltig. Der Energiegehalt ist moderat und variiert je nach Zubereitungsart.
Besondere Merkmale
Im Gegensatz zur Kartoffel gehört die Süßkartoffel zur Familie der Windengewächse. Ihr hoher Gehalt an Carotinoiden verleiht dem Fleisch die intensive Farbe. Beim Garen entwickelt sich durch enzymatische Prozesse zusätzliche Süße. Einige Sorten haben violettes oder weißes Fleisch mit unterschiedlicher Textur. Lagerfähig ist sie bei kühler, trockener und dunkler Aufbewahrung, jedoch nicht unter 10 °C, da Kälte Schäden verursacht.
Begrifflichkeiten
Gängige Bezeichnungen sind Süßkartoffel, Batate oder Sweet Potato. Im Handel findet man sie als ganze Knollen, vorgegarte Würfel oder Püree. Oranges Fleisch wird oft mit „Beauregard“ oder ähnlichen Sortennamen in Verbindung gebracht. Violette Varianten heißen beispielsweise „Okinawa“ oder „Stokes Purple“. In Rezepten steht der Plural „Süßkartoffeln“ für mehrere Knollen.