LexikonRoséwein
Allgemein
Roséwein ist ein Wein mit charakteristischer rosa bis lachsfarbener Tönung, der in der Regel aus roten oder blauen Trauben hergestellt wird. Die Farbe entsteht durch eine kurze Maischestandzeit, bei der die Beerenschalen nur begrenzt Farbstoffe an den Most abgeben. Sensorisch verbindet Rosé die Frische und Leichtigkeit vieler Weißweine mit der dezenten Frucht und Struktur roter Rebsorten. Er wird meist jung getrunken und eignet sich sowohl solo als auch als Basis für sommerliche Drinks.
Herkunft
Roséwein wird in vielen Weinbauregionen der Welt produziert, darunter Frankreich (z. B. Provence, Tavel), Spanien (Rosado) und Italien (Rosato). Historisch ist Rosé eine traditionelle Stilistik, die in warmen Regionen beliebt ist, da sie fruchtbetont und erfrischend ausfällt. Je nach Region und Rebsorte variieren Stil, Farbe und Aromatik deutlich, von blass und mineralisch bis kräftig und würzig.
Verwendung
In der Küche und Bar wird Roséwein gerne gut gekühlt als Aperitif serviert oder als Basis für Bowlen, Sangria-Varianten, Spritz-Drinks und Schorlen genutzt. Er passt zu leichten Gerichten wie Salaten, Meeresfrüchten, Geflügel, Antipasti und mediterraner Küche. Für Cocktails und Punsch empfiehlt sich ein fruchtiger, trockener bis halbtrockener Rosé, der mit frischen Früchten, Kräutern und Sodawasser harmoniert.
Nährwerte
Roséwein enthält je nach Alkoholgehalt und Restsüße etwa 70–85 kcal pro 100 ml. Er liefert geringe Mengen an Kohlenhydraten aus Restzucker und keinen nennenswerten Fett- oder Proteinanteil. Der Alkoholgehalt liegt typischerweise zwischen 11 und 13,5 Volumenprozent. Wie bei allen alkoholischen Getränken sollte der Konsum maßvoll erfolgen.
Besondere Merkmale
Typische Aromen reichen von Erdbeere, Himbeere und Kirsche bis zu Zitrus, Melone und floralen Noten. Die Stilistik wird durch Rebsorte, Region, Lesezeitpunkt und Ausbau geprägt. Sehr blasse, trockene Rosés sind oft mineralisch und zitrisch, kräftigere Varianten zeigen mehr Körper und Würze. Die Serviertemperatur liegt idealerweise bei 8–10 °C.
Begrifflichkeiten
International wird Rosé als Rosado (Spanien) oder Rosato (Italien) bezeichnet. Wichtige Produktionsmethoden sind kurze Maischestandzeit (Saignee oder Direktpressung) und in seltenen Fällen das Verschnittverfahren (in der EU für Stillweine weitgehend unüblich). Die Farbbezeichnungen reichen von Blassrosa über Lachsfarben bis Zwiebelschale.