LexikonPutenschnitzel
Allgemein
Putenschnitzel sind dünn geschnittene Scheiben aus dem Fleisch der Pute, in der Regel aus der Brust oder aus der entbeinten Oberkeule. Sie gelten als mager, zart und mild im Geschmack und eignen sich hervorragend für schnelle Pfannengerichte. Häufig werden sie paniert, natur gebraten oder gefüllt verarbeitet. Durch die flache Form garen sie schnell und gleichmäßig.
Herkunft
Die Pute, auch Truthahn genannt, stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in Europa seit dem 16. Jahrhundert verbreitet. Putenschnitzel haben sich aufgrund des mageren Fleisches als beliebte Geflügelzubereitung etabliert. In vielen europäischen Ländern sind sie eine gängige Alternative zu Schweine- oder Kalbsschnitzeln.
Verwendung
Putenschnitzel werden kurz und heiß angebraten, damit sie saftig bleiben. Sie können natur gewürzt, paniert, als Cordon bleu, in Rahmsoßen oder als Rouladen mit Füllungen aus Gemüse, Käse oder Schinken zubereitet werden. Auch für asiatische Wokgerichte oder mediterrane Pfannengerichte lassen sie sich in Streifen schneiden.
Nährwerte
Putenschnitzel sind proteinreich und zugleich fettarm. Sie liefern hochwertiges Eiweiß, B-Vitamine (insbesondere Niacin und B6) sowie Mineralstoffe wie Phosphor und Selen. Im Vergleich zu rotem Fleisch enthalten sie weniger gesättigte Fettsäuren und sind damit eine leichte Option für bewusste Ernährung.
Besondere Merkmale
Das Fleisch ist sehr mager und kann bei zu langem Garen trocken werden. Zartheit und Saftigkeit gelingen durch kurzes, heißes Braten, sanftes Schmoren oder Füllen. Die Scheiben sind gleichmäßig dünn und lassen sich gut plattieren, würzen und panieren.
Begrifflichkeiten
Als Putenschnitzel werden in Deutschland dünne Scheiben aus Putenbrust oder -oberkeule bezeichnet; regional sind auch Bezeichnungen wie Truthahnschnitzel gebräuchlich. Im Handel werden sie teils als Minutensteaks oder Geflügelschnitzel angeboten. Nicht zu verwechseln mit Putensteak, das meist dicker geschnitten ist.