LexikonPostelein
Allgemein
Postelein ist ein zartblättriges Blattgemüse und Salatkraut mit mild-nussigem, leicht säuerlichem Aroma. Die Pflanze bildet kleine, saftige Blätter an dünnen Stielen und wird meist jung geerntet. In der Küche wird sie roh als Salat, als frische Einlage oder kurz gedünstet verwendet. Dank der feinen Textur bringt Postelein Frische und Saftigkeit in viele Gerichte.
Herkunft
Postelein (Claytonia perfoliata) stammt ursprünglich aus Nordamerika und hat sich in Europa, insbesondere in Mitteleuropa, als Winterblattgemüse etabliert. Es wird oft in Gewächshäusern oder geschützten Beeten kultiviert und ist vor allem in Biokisten und auf Wochenmärkten verbreitet. Historisch wurde es als vitaminreiche Ergänzung in der kalten Jahreszeit geschätzt.
Verwendung
Die zarten Blätter eignen sich ideal für Salate, Bowls und als Topping auf Sandwiches oder warmen Speisen. Postelein kann auch kurz in der Pfanne zusammenfallen gelassen oder unter Eierspeisen, Quark und Cremes gemischt werden. Es harmoniert gut mit Zitrone, milden Ölen, Frischkäse, Quark, Nüssen und Kernen. Wegen der empfindlichen Struktur sollte es erst kurz vor dem Servieren gewaschen und zugegeben werden.
Nährwerte
Postelein ist kalorienarm und liefert Vitamin C, Beta-Carotin (Provitamin A) sowie Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Der hohe Wasseranteil macht es erfrischend, während Ballaststoffe zur Sättigung beitragen. Die genauen Nährwerte können je nach Anbau und Erntezeitpunkt variieren, bleiben jedoch insgesamt leicht und nährstoffreich.
Besondere Merkmale
Charakteristisch sind die kleinen, runden bis spatelförmigen Blätter mit zarten Stielen und eine gute Kältetoleranz, weshalb Postelein als Wintergemüse gilt. Es welkt schnell und sollte kühl gelagert und zeitnah verbraucht werden. Sein milder Geschmack macht es vielseitig, ohne andere Aromen zu überdecken.
Begrifflichkeiten
Postelein ist auch als Tellerkraut oder Winterportulak bekannt; botanisch handelt es sich um Claytonia perfoliata. Trotz des Namens ist es nicht identisch mit dem echten Portulak (Portulaca oleracea), wird jedoch ähnlich verwendet. Regionale Bezeichnungen können variieren, meinen aber in der Regel dasselbe Blattgemüse.