LexikonPintobohne
Allgemein
Die Pintobohne ist eine mittelgroße Trockenbohne mit charakteristischer gesprenkelter Schale, die sich beim Garen oft einfarbig bräunlich verfärbt. Sie besitzt einen mild-nussigen Geschmack und eine cremige, mehlige Textur, die sich besonders gut für Pürees wie Refried Beans eignet. In der Küche wird sie sowohl getrocknet (nach Einweichen und Kochen) als auch vorgegart aus der Dose verwendet. Als Hülsenfrucht liefert sie pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate.
Herkunft
Pintobohnen stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und sind in der mexikanischen und texanisch-mexikanischen (Tex-Mex) Küche fest verankert. Sie wurden seit Jahrhunderten kultiviert und gehören heute zu den am häufigsten konsumierten Bohnen in den USA und Mexiko. In Europa sind sie zunehmend in Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten und bei Onlinehändlern erhältlich. Ihre Verbreitung wuchs mit der Popularität mexikanisch inspirierter Gerichte weltweit.
Verwendung
Pintobohnen werden klassisch für Refried Beans, Burrito-Füllungen, Chili, Eintöpfe und Bohnenmus eingesetzt. Getrocknete Bohnen sollten über Nacht eingeweicht und anschließend in frischem Wasser weich gekocht werden; vorgegarte Bohnen aus der Dose verkürzen die Zubereitungszeit erheblich. Die Bohnen harmonieren mit Aromen wie Knoblauch, Zwiebel, Kreuzkümmel, Chili und Koriander. Sie können ganz, zerdrückt oder fein püriert serviert werden und eignen sich auch als proteinreiche Beilage.
Nährwerte
Pintobohnen sind reich an pflanzlichem Eiweiß und Ballaststoffen, die lange sättigen und zur Darmgesundheit beitragen. Sie liefern komplexe Kohlenhydrate sowie Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalium. Vitamine der B-Gruppe sind ebenfalls enthalten. Aufgrund des geringen Fettgehalts passen sie gut in eine ausgewogene, energiebewusste Ernährung.
Besondere Merkmale
Charakteristisch ist die gesprenkelte, marmorierte Zeichnung der rohen Bohnen, die beim Kochen meist verblasst. Ihre cremige Konsistenz prädestiniert sie für Paste und Pürees. Sie nimmt Gewürze und Aromen sehr gut auf, was sie vielseitig in der würzigen Küche macht. In Dosenform sind sie oft bereits mit Salz versetzt; bei getrockneter Ware lässt sich der Salzgehalt selbst steuern.
Begrifflichkeiten
Die Bezeichnung „Pinto“ stammt aus dem Spanischen und bedeutet „gefleckt“ oder „gesprenkelt“. Im Handel sind Bezeichnungen wie „Pintobohne“, „Pinto Beans“ oder regional „Pinto-Bohne“ üblich. Borlotto-Bohnen sind ähnlich in Optik und Verwendung, jedoch eine eigene Sorte und nicht identisch mit der Pintobohne.