LexikonPimentkorn
Allgemein
Pimentkörner sind die ganzen, getrockneten Beeren des Pimentbaums (Pimenta dioica) und werden in der Küche als vielseitiges Gewürz eingesetzt. Ihr Geschmack ist warm, leicht pfeffrig und erinnert an Nelken, Zimt und Muskat. Ganze Körner werden meist mitgekocht und vor dem Servieren entfernt oder im Mörser frisch zerstoßen. Sie würzen Suppen, Marinaden, Eintöpfe sowie Fleisch- und Gemüsegerichte.
Herkunft
Der Pimentbaum stammt aus der Karibik und Mittelamerika, insbesondere Jamaika gilt als klassisches Anbaugebiet. Über den Seehandel verbreitete sich Piment in Europa und fand rasch Eingang in herzhafte wie auch süße Küchen. Heute wird Piment in tropischen Regionen kultiviert, bleibt jedoch eng mit karibischen Aromen assoziiert.
Verwendung
Ganze Pimentkörner eignen sich zum Mitköcheln in Fonds, Brühen, Schmorgerichten und Pickles. Sie verfeinern Sauerkraut, Wildgerichte, Braten, Würste und eingelegtes Gemüse. In gemörserter Form passen sie zu Rubs, Marinaden, Backwaren und weihnachtlichem Gebäck. Dosieren Sie sparsam, da das Aroma intensiv ist.
Nährwerte
Pimentkörner enthalten ätherische Öle (u. a. Eugenol), etwas Fett und Kohlenhydrate. Sie werden in geringen Mengen als Gewürz verwendet, sodass ihr Kalorienbeitrag pro Portion gering ist. Die ätherischen Öle tragen maßgeblich zum charakteristischen Duft und Geschmack bei.
Besondere Merkmale
Piment vereint mehrere Gewürznoten in einer Frucht, weshalb er im Englischen „Allspice“ heißt. Ganze Körner sind aroma-stabiler als gemahlenes Piment und sollten möglichst erst kurz vor der Nutzung zerstoßen werden. Das typische Eugenol verleiht die an Nelken erinnernde Note.
Begrifflichkeiten
Weitere gängige Bezeichnungen sind Jamaikapfeffer, Nelkenpfeffer, Neugewürz und Allspice. „Pimentkörner“ bezeichnet explizit die ganze Beere, während „Piment“ häufig das gemahlene Gewürz meint.