LexikonPhysalis
Allgemein
Die Physalis ist eine kleine, orange-gelbe Beere mit festem, saftigem Fruchtfleisch und einer charakteristisch papierartigen Hülle. Ihr Geschmack ist frisch-säuerlich mit feiner Süße und erinnert an eine Mischung aus Stachelbeere und Ananas. In der Küche wird sie gern als essbare Dekoration verwendet, bereichert aber auch Desserts, Obstsalate, Konfitüren und herzhafte Gerichte. Vor dem Verzehr wird die Hülle entfernt und die Beere kurz abgespült.
Herkunft
Ursprünglich stammt die Physalis aus den Anden Südamerikas, besonders aus Peru, Kolumbien und Ecuador. Heute wird sie weltweit in tropischen und subtropischen Regionen kultiviert und ist ganzjährig im Handel erhältlich. Unter dem Namen Kapstachelbeere ist sie auch in Südafrika verbreitet, wohin sie im 19. Jahrhundert gelangte. Die Pflanze gehört zur Familie der Nachtschattengewächse.
Verwendung
Physalis wird roh als Snack oder Garnitur serviert, passt hervorragend zu Joghurt, Eis, Torten und Panna Cotta. Sie kann zu Konfitüre, Kompott, Chutney oder Fruchtsoßen verarbeitet werden und harmoniert mit Vanille, Minze, Zitrusfrüchten sowie Schokolade. Halbiert oder geviertelt verleiht sie Obstsalaten einen fruchtig-säuerlichen Akzent; getrocknet eignet sie sich für Müslis und Backwaren.
Nährwerte
Physalis ist kalorienarm und liefert Vitamin C, Provitamin A (Beta-Carotin) sowie B-Vitamine. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Kalium und Phosphor sowie Ballaststoffe. Der natürliche Säuregehalt sorgt für die erfrischende Note, während die Samen zusätzliche Nährstoffe und Textur beisteuern.
Besondere Merkmale
Erkennbar ist die Physalis an der lampionartigen, beige-braunen Hülle, die die Beere umschließt und sie vor Beschädigung schützt. Die Hülle ist nicht essbar, dient aber als dekoratives Element. Im Inneren befinden sich zahlreiche kleine, essbare Samen. Reife Früchte sind leuchtend orange und schmecken ausgewogen süß-säuerlich.
Begrifflichkeiten
Neben „Physalis“ sind „Kapstachelbeere“, „Andenbeere“ und „Lampionfrucht“ gebräuchlich. Botanisch wird meist Physalis peruviana bezeichnet. Die essbare Beere ist von der Zierpflanze Physalis alkekengi (Lampionblume) zu unterscheiden, deren Früchte in rohem Zustand nicht zum Verzehr geeignet sind.