LexikonParanuss
Allgemein
Die Paranuss ist der große, dreikantige Samen des Paranussbaums und zählt botanisch zu den Samen, wird in der Küche jedoch zu den Nüssen gezählt. Ihr Geschmack ist buttrig, mild-nussig und leicht süßlich, die Konsistenz fest, aber zart im Biss. Sie wird häufig pur geknabbert, gehackt über Müsli und Bowls gestreut oder in Backwaren und Desserts genutzt. Aufgrund des hohen Fettgehalts eignet sie sich auch zur Herstellung von Nussmusen und veganen Cremes.
Herkunft
Paranüsse stammen aus dem Amazonasgebiet in Südamerika, vor allem aus Brasilien, Bolivien und Peru. Die Bäume wachsen überwiegend wild im Regenwald, weshalb die Nüsse häufig aus Wildsammlung kommen. Die Nutzung der Paranuss hat in der Region eine lange Tradition und ist wirtschaftlich bedeutsam. Der Export machte die Nuss weltweit bekannt und beliebt.
Verwendung
In der Küche werden Paranüsse roh, geröstet oder gehackt eingesetzt. Sie verfeinern Salate, Bowls, Müslis und Backwaren, eignen sich für Granola, Nussmischungen und Pralinen und können zu Nussmus oder Pflanzenmilch verarbeitet werden. In herzhaften Gerichten geben sie eine cremige, knackige Komponente, etwa als Topping für Gemüsegerichte oder in Pestos. Am besten kühl, dunkel und luftdicht lagern, da die Fette empfindlich gegenüber Wärme und Licht sind.
Nährwerte
Paranüsse sind energiereich und enthalten viel hochwertiges Fett, überwiegend ungesättigte Fettsäuren, sowie Eiweiß und Ballaststoffe. Hervorzuheben ist ihr sehr hoher Gehalt an Selen, dazu kommen Magnesium, Phosphor, Vitamin E und B-Vitamine. Aufgrund der Nährstoffdichte genügen bereits wenige Nüsse pro Tag, um den Selenbedarf zu decken.
Besondere Merkmale
Paranüsse sind für ihren außergewöhnlich hohen Selengehalt bekannt; daher wird oft empfohlen, nur 1–2 Nüsse täglich zu verzehren. Wie andere Nüsse können sie Allergien auslösen. Die harte Schale schützt den Kern, im Handel werden sie meist bereits geschält angeboten. Ihr mild-buttriger Geschmack harmoniert besonders gut mit tropischen Früchten und Kakao.
Begrifflichkeiten
Gängig sind die Bezeichnungen Paranuss und Brazil Nut; gelegentlich findet sich auch die Schreibweise Brasilianische Nuss. Botanisch stammen die Samen vom Baum Bertholletia excelsa. In der Küche werden sie trotz botanischer Einordnung zu den Nüssen gezählt.