LexikonNaan-Brot
Allgemein
Naan-Brot ist ein weiches, fluffiges Hefefladenbrot, das typischerweise warm serviert wird. Es zeichnet sich durch eine leicht elastische Krume und eine zart gebräunte, teils blasige Oberfläche aus. Häufig wird es pur, mit Butter oder Knoblauchbutter bestrichen gereicht. Naan begleitet besonders gern Currys, Dals und Eintopfgerichte und dient auch zum Aufnehmen von Soßen. In modernen Küchen gibt es zudem Varianten mit Joghurt oder Milch im Teig für extra Zartheit.
Herkunft
Naan stammt aus den Küchen Süd- und Zentralasiens und ist eng mit der nordindischen und pakistanischen Esskultur verbunden. Traditionell wird es in einem Tandoor, einem zylindrischen Lehmofen, gebacken, was ihm sein charakteristisches Aroma und die typischen Brandflecken verleiht. Von dort aus verbreitete sich Naan in viele Teile der Welt und wurde in Restaurants der indischen, pakistanischen und afghanischen Küche populär. Regionale Varianten unterscheiden sich in Teigführung, Dicke und Toppings. Auch in westlichen Küchen hat sich Naan als vielseitige Beilage etabliert.
Verwendung
Naan wird meist frisch und warm serviert und eignet sich hervorragend, um Currys, Chutneys und Dips aufzunehmen. Es kann pur, mit geschmolzener Butter oder Ghee, mit Knoblauch, Kräutern oder Sesam verfeinert werden. In Pfanne, Ofen oder Grill lässt es sich schnell aufwärmen oder kurz nachbacken. Übrig gebliebenes Naan kann zu Sandwiches, Wraps oder als Pizzaboden-Alternative verwendet werden. Auch in Kombination mit Suppen und Eintöpfen ist es eine beliebte Beilage.
Nährwerte
Naan-Brot liefert vorwiegend Kohlenhydrate aus Weizenmehl sowie etwas Protein und je nach Rezept Fett durch Öl, Butter oder Joghurt. Der Energiegehalt variiert je nach Zutaten und Größe deutlich. Vollkornvarianten enthalten mehr Ballaststoffe und Mineralstoffe. Bei mit Butter oder Ghee bestrichenen Varianten steigt der Fett- und Kaloriengehalt entsprechend. Der Salzgehalt ist moderat, kann aber je nach Rezept schwanken.
Besondere Merkmale
Charakteristisch für Naan sind die luftigen Poren, die weiche Krume und die stellenweise dunklen Backflecken. Durch die Tandoor-Backmethode erhält es ein rauchiges Aroma und eine leicht krosse Außenseite. Der Teig enthält oft Joghurt oder Milch, was zur Zartheit beiträgt. Naan lässt sich gut einfrieren und bei Bedarf kurz aufbacken. Toppings wie Knoblauch, Nigellasamen oder Koriander sorgen für zusätzliche geschmackliche Akzente.
Begrifflichkeiten
„Naan“ bedeutet allgemein Fladenbrot und wird häufig schlicht als „Naan“ oder „Naanbrot“ bezeichnet. Gängige Varianten sind Knoblauch-Naan, Butter-Naan, Cheese-Naan oder Sesam-/Nigella-Naan. Im Unterschied zu Roti/Chapati wird Naan meist mit Triebmittel und Milchprodukten zubereitet und ist dicker und weicher. In Speisekarten wird es oft als Beilage zu Currys ausgewiesen.