LexikonMirabelle
Allgemein
Die Mirabelle ist eine kleinfrüchtige, gelbe Unterart der Pflaume mit dünner Schale und saftig-süßem, aromatischem Fruchtfleisch. Sie wird besonders für Konfitüren, Gelees, Kuchenbeläge und Kompotte geschätzt. Frisch verzehrt überzeugt sie durch feine Süße und ein zartes Aroma, das an Honig und Vanille erinnert. In der Küche spielt sie vor allem in der späten Sommer- und Frühherbstsaison eine wichtige Rolle.
Herkunft
Mirabellen stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und sind heute besonders in Frankreich, Deutschland und Osteuropa verbreitet. Berühmt ist die Region Lothringen in Frankreich, wo Mirabellen traditionell angebaut und verarbeitet werden. Auch in deutschen Streuobstgebieten haben Mirabellenbäume eine lange Tradition. Saison hat die Frucht je nach Region von August bis September.
Verwendung
Mirabellen eignen sich hervorragend zum Einkochen als Konfitüre oder Kompott sowie für Kuchen, Tartes und Clafoutis. Entsteinte Früchte lassen sich gut einfrieren oder zu Chutneys und Likören verarbeiten. Das Aroma harmoniert mit Vanille, Zimt, Zitronenschale und Mandeln. Beim Einkochen empfiehlt sich das Mischen mit Gelierzucker und etwas Zitronensaft für eine gute Gelierung und frische Säure.
Nährwerte
Mirabellen sind kalorienarm und liefern vor allem Wasser, Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker sowie Ballaststoffe. Zudem enthalten sie Vitamin C, Provitamin A und verschiedene B-Vitamine. Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium sind ebenfalls vertreten. Die Schale liefert sekundäre Pflanzenstoffe, weshalb Früchte möglichst ungeschält verwendet werden sollten.
Besondere Merkmale
Typisch für Mirabellen ist ihre goldgelbe bis orange Färbung mit kleinen roten Sprenkeln und ihr runder, glatter Kern. Reife Früchte sind sehr druckempfindlich und sollten zügig verarbeitet oder schonend gelagert werden. Der Zuckergehalt ist naturgemäß hoch, was sie ideal für Konfitüren macht und für eine intensive Süße sorgt. Ihr feines Aroma bleibt bei schonender Verarbeitung besonders gut erhalten.
Begrifflichkeiten
Mirabellen zählen botanisch zu Prunus domestica subsp. syriaca und werden auch als Mirabellenpflaumen bezeichnet. Im Handel findet man sie frisch, entsteint, tiefgekühlt oder als Konserve. Gängige Sorten sind unter anderem ‚Mirabelle de Nancy‘. Im deutschen Sprachgebrauch steht „Mirabellen“ meist für die Mehrzahl der Früchte, die Grundform als Zutat ist „Mirabelle“.