LexikonMandu-Teigblätter
Allgemein
Mandu-Teigblätter sind dünn ausgerollte, meist runde Teigscheiben, die als Hülle für koreanische Teigtaschen (Mandu) dienen. Der Teig basiert in der Regel auf Weizenmehl, Wasser und etwas Salz und wird elastisch ausgeknetet, damit er sich gut füllen und verschließen lässt. Die Blätter sind neutral im Geschmack und werden je nach Garmethode zart bis leicht knusprig. Sie sind frisch, gekühlt oder gefroren erhältlich und sparen gegenüber selbstgemachtem Teig viel Zeit.
Herkunft
Mandu sind ein traditioneller Bestandteil der koreanischen Küche und stehen in enger Verwandtschaft zu Dumplings anderer ostasiatischer Küchen. Vermutlich gelangten ähnliche Teigtaschen über kulturellen Austausch nach Korea und entwickelten dort eigene Formen und Füllungen. Industriell gefertigte Mandu-Teigblätter sind heute in Korea und international weit verbreitet und in Asia-Märkten gängig.
Verwendung
Die Teigblätter werden mit unterschiedlichen Füllungen wie Hackfleisch, Tofu, Gemüse oder Kimchi belegt, gefaltet und fest verschlossen. Je nach Rezept werden Mandu gedämpft, in Brühe gekocht, in der Pfanne knusprig gebraten (Gunmandu) oder frittiert. Wichtig ist, die Ränder leicht zu befeuchten, damit sie beim Falten gut haften. Gefrorene Blätter sollten vor der Verwendung kurz antauen, damit sie nicht brechen.
Nährwerte
Mandu-Teigblätter bestehen hauptsächlich aus Kohlenhydraten aus Weizenmehl, liefern geringe Mengen Protein und wenig Fett. Der Energiegehalt variiert je nach Rezeptur und Dicke. Sie sind von Natur aus laktosefrei; glutenfreie Varianten sind selten und basieren dann auf alternativen Mehlen. Die Füllung und Zubereitungsart bestimmen die endgültige Nährstoffbilanz des Gerichts.
Besondere Merkmale
Die Blätter sollten geschmeidig, dünn und dennoch reißfest sein. Es gibt verschiedene Größen und Formen (rund, seltener quadratisch), passend für Mini-Mandu bis größere Taschen. Einige Hersteller bestäuben die Blätter mit Stärke, damit sie nicht zusammenkleben. Für besonders knusprige Gunmandu eignen sich etwas dickere Blätter.
Begrifflichkeiten
Im Handel heißen sie häufig „Mandu Wrapper“, „Korean Dumpling Wrappers“ oder einfach „Dumpling-Teigblätter“. Sie ähneln chinesischen Jiaozi- oder Wonton-Blättern, unterscheiden sich jedoch meist in Dicke und Größe. Der Begriff „Gunmandu“ bezeichnet die gebratene Variante von Mandu und setzt Teigblätter als Basis voraus.