LexikonKonjaknudel
Allgemein
Konjaknudeln sind extrem kalorien- und kohlenhydratarme Nudeln, die aus dem Mehl der Konjakwurzel hergestellt werden. Hauptbestandteil ist das lösliche Ballaststoff-Polysaccharid Glucomannan, das den Nudeln ihre typische, leicht federnde Konsistenz verleiht. Sie sind nahezu geschmacksneutral und nehmen Aromen von Saucen und Gewürzen gut auf. Aufgrund ihres geringen Energiegehalts sind sie besonders in Low-Carb- und Diätküchen beliebt.
Herkunft
Die Konjakpflanze stammt aus Ost- und Südostasien und wird vor allem in Japan, China und Korea angebaut. In Japan sind Shirataki, eine Form der Konjaknudeln, seit Jahrhunderten Bestandteil der traditionellen Küche und werden unter anderem in Gerichten wie Sukiyaki verwendet. International haben sich Konjakprodukte erst in jüngerer Zeit als gesundheitsbewusste Alternative zu Getreidenudeln verbreitet.
Verwendung
Konjaknudeln werden meist vakuumverpackt in Wasser angeboten und sollten vor der Zubereitung gründlich abgespült und oft kurz blanchiert oder in der Pfanne trocken geschwenkt werden. Danach lassen sie sich wie andere Nudeln mit Saucen, in Wok-Gerichten, Suppen oder Salaten kombinieren. Durch ihren neutralen Geschmack passen sie gut zu kräftigen Würzen wie Sojasauce, Kimchi, Knoblauch, Chili oder Erdnusssaucen.
Nährwerte
Konjaknudeln liefern pro 100 g nur sehr wenige Kalorien und nahezu keine verwertbaren Kohlenhydrate oder Fette. Sie bestehen überwiegend aus Wasser und dem Ballaststoff Glucomannan. Dieser kann ein langanhaltendes Sättigungsgefühl fördern und beeinflusst die Blutzuckerreaktion nur minimal. Der Eiweißgehalt ist gering, Vitamine und Mineralstoffe sind in kleinen Mengen enthalten.
Besondere Merkmale
Das enthaltene Glucomannan quillt stark und bindet Wasser, was die besondere Textur erklärt. Menschen mit empfindlicher Verdauung sollten kleine Portionen ausprobieren und ausreichend trinken, da hohe Ballaststoffmengen sonst zu Unwohlsein führen können. Konjaknudeln sind von Natur aus glutenfrei und häufig vegan sowie allergenarm.
Begrifflichkeiten
Gängige Bezeichnungen sind Konjaknudeln, Konjac-Nudeln und Shirataki. Unter dem Namen Shirataki werden in Japan transparente, fadenförmige Varianten verkauft; es gibt auch Konjak-Spaghetti, -Fettuccine oder -Reis. „Glucomannan-Nudeln“ verweist auf den Hauptbestandteil der Fasern.