LexikonKäsekrainer
Allgemein
Die Käsekrainer ist eine würzige Brühwurst, die durch eingearbeitete Käsewürfel – häufig Emmentaler – ihren charakteristischen Biss und den cremig-schmelzenden Kern erhält. Sie besitzt eine grobe Fleischstruktur und wird meist aus Schweinefleisch, teils mit Rindfleischanteil, hergestellt. Beim Erhitzen schmilzt der Käse, wodurch die Wurst besonders saftig und aromatisch wird. Sie eignet sich hervorragend zum Grillen, Braten oder Erhitzen im Wasserbad und ist fester Bestandteil vieler Imbiss- und Grillgerichte.
Herkunft
Ihren Ursprung hat die Käsekrainer in Österreich, wo sie als Variation der Krainerwurst entstand und rasch landesweit populär wurde. Besonders in Wien ist sie als Imbissklassiker bekannt und wird umgangssprachlich auch „Eitrige“ genannt. Von dort aus verbreitete sie sich in den gesamten Alpenraum und nach Deutschland, wo sie vor allem in der Grillsaison gerne zubereitet wird. Regionale Metzgereien bieten oft eigene Rezepturen und Reifegrade an.
Verwendung
Käsekrainer werden meist auf dem Grill oder in der Pfanne bei mittlerer Hitze zubereitet, damit der Käse schmelzen kann, ohne dass die Hülle platzt. Man serviert sie im Brötchen mit Senf, Kren/Meerrettich und Zwiebeln oder als Spießkomponente mit Gemüse und Kartoffeln. Auch in Eintöpfen, als deftige Beilage zu Krautgerichten oder in rustikalen Pfannengerichten sorgt sie für eine würzige, käsige Note.
Nährwerte
Als Brühwurst mit Käseanteil ist die Käsekrainer relativ energiereich und liefert vor allem Fett und Eiweiß. Der genaue Nährwert variiert je nach Rezeptur und Käseanteil, liegt aber häufig bei etwa 250–350 kcal pro 100 g. Sie enthält relevante Mengen an Protein sowie Mineralstoffe wie Natrium; der Salzgehalt ist typisch für verarbeitete Wurstwaren eher hoch.
Besondere Merkmale
Charakteristisch sind die sichtbaren Käsewürfel im Anschnitt und das schmelzend-saftige Mundgefühl beim Erhitzen. Die Wurst wird in der Regel geräuchert und vorgegart, wodurch sie schnell zubereitet ist. Wichtig bei der Zubereitung ist eine moderate Hitze, um Aufplatzen und Austritt des Käses zu vermeiden.
Begrifflichkeiten
Die Bezeichnung leitet sich von „Krainerwurst“ mit zusätzlichem Käseanteil ab. Synonyme sind unter anderem „Käskrainer“, „Käse-Krainer“ und in Österreich umgangssprachlich „Eitrige“. In Deutschland wird sie teils auch schlicht als „Käsewurst (Käsekrainer)“ bezeichnet; die genaue Zusammensetzung kann regional und herstellerabhängig variieren.