LexikonHibiskusblüte
Allgemein
Die Hibiskusblüte wird überwiegend getrocknet als aromatische Zutat für Tees, Eistees und Sirupe verwendet. Sie färbt Flüssigkeiten intensiv rubinrot und bringt eine erfrischend fruchtig-säuerliche Note mit leicht herben Nuancen. In der Küche kommt sie sowohl in Getränken als auch in Desserts und Gelees zum Einsatz. Typischerweise handelt es sich um die Kelchblätter (Calyx) der Art Hibiscus sabdariffa.
Herkunft
Hibiscus sabdariffa stammt aus tropischen und subtropischen Regionen Afrikas und Asiens und wird heute weltweit in passenden Klimazonen kultiviert. Traditionell ist die Blüte fester Bestandteil in der nord- und westafrikanischen, nahöstlichen und lateinamerikanischen Küche. Bekannte Getränke sind Karkade in Ägypten und Sudan, Agua de Jamaica in Mexiko sowie Bissap in Westafrika.
Verwendung
Getrocknete Hibiskusblüten werden mit heißem Wasser aufgegossen und je nach gewünschter Intensität 5–10 Minuten ziehen gelassen. Für Eistee wird der Aufguss anschließend gekühlt und oft mit Minze, Zitrus und Süße kombiniert. Außerdem lassen sich Sirupe, Gelees, Kompotte oder aromatisierte Zucker herstellen. In Backwaren und Desserts sorgt Hibiskus für Farbe und eine erfrischende Säure.
Nährwerte
Hibiskusblüten sind kalorienarm und liefern geringe Mengen an organischen Säuren, Polyphenolen und Anthocyanen, die für Farbe und Säureprofil verantwortlich sind. Die Nährstoffzufuhr pro Portion ist gering, da die Blüten meist nur als Aufguss verwendet werden. Der Zucker- oder Kaloriengehalt entsteht vor allem durch zugesetzte Süßungsmittel im Getränk.
Besondere Merkmale
Charakteristisch sind die kräftige rote Farbe und der angenehm säuerliche Geschmack. Die Intensität variiert je nach Sorte, Ernte und Ziehzeit. Die Blüten harmonieren hervorragend mit Minze, Ingwer, Zitrusfrüchten und Beeren. Auch in Cocktails und Mocktails wird Hibiskus zur natürlichen Färbung und Aromatisierung eingesetzt.
Begrifflichkeiten
Im Handel finden sich Bezeichnungen wie Hibiskusblüte, Hibiskusblüten, Karkade, Roselle oder Flor de Jamaica. Botanisch korrekt werden meist die getrockneten Kelchblätter von Hibiscus sabdariffa verwendet; andere Hibiskusarten sind für kulinarische Zwecke weniger gebräuchlich.