LexikonFladenbrot
Allgemein
Fladenbrot ist ein flach geformtes Brot, das in der Regel aus Weizenmehl, Wasser, Hefe oder Sauerteig, Salz und oft etwas Öl besteht. Es zeichnet sich durch eine weiche, elastische Krume und eine leicht gebräunte, teils mit Sesam bestreute Kruste aus. Je nach Rezept kann es dicker, luftiger oder dünner und knuspriger gebacken werden. In der Küche dient es als Beilage, zum Aufnehmen von Soßen und als essbare Hülle für Füllungen.
Herkunft
Fladenbrote haben eine sehr lange Tradition und sind in zahlreichen Kulturen des Nahen Ostens, Nordafrikas, des östlichen Mittelmeerraums und Zentralasiens beheimatet. Varianten finden sich beispielsweise in der türkischen, arabischen, persischen und levantinischen Küche. Historisch wurden Fladenbrote in Lehm- oder Steinöfen gebacken, was die typische Krustenbildung und den charakteristischen Geschmack fördert. Die Vielfalt regionaler Techniken hat zu zahlreichen Stilrichtungen geführt.
Verwendung
Fladenbrot wird als Beilage zu Eintöpfen, Grillgerichten und Dips serviert oder als Tasche beziehungsweise Wrap gefüllt, etwa für Gerichte wie Döner, Shawarma oder Arayes. Es eignet sich zum Aufbacken, Rösten oder kurzen Anrösten in der Pfanne, wodurch es ein aromatisches Röstaroma erhält. Häufig wird es mit Sesam oder Schwarzkümmel bestreut oder mit Olivenöl bepinselt. Reste lassen sich zu Chips rösten oder für Brotsalate verwenden.
Nährwerte
Die Nährwerte von Fladenbrot variieren je nach Rezeptur und Größe, typischerweise liefert es vor allem Kohlenhydrate aus Weizenmehl sowie moderate Mengen an Eiweiß. Der Fettgehalt ist meist gering bis moderat, steigt aber bei Verwendung von Öl im Teig oder beim Bestreichen. Ballaststoffe können je nach Mehltyp variieren, Vollkornvarianten liefern spürbar mehr Ballaststoffe und Mikronährstoffe. Insgesamt ist es eine energiereiche Beilage mit sättigender Wirkung.
Besondere Merkmale
Charakteristisch sind die flache, runde bis ovale Form, die weiche Krume und die oft luftigen Taschen oder Hohlräume im Inneren. Häufige Toppings sind Sesam- oder Schwarzkümmelsamen, die zusätzliches Aroma bieten. Fladenbrot ist vielseitig anpassbar, von dicken, weichen Varianten bis zu dünnen, knusprigen Ausführungen, und kann sowohl frisch als auch aufgewärmt sehr gut serviert werden. Die einfache Grundrezeptur ermöglicht zahlreiche regionale Abwandlungen.
Begrifflichkeiten
Fladenbrot dient als Oberbegriff für verschiedene regionale Brote; bekannte Unterformen sind etwa Pide (türkisch), Khubz/Khobz (arabisch) oder Pita (levantinisch/greichisch). Pita bildet beim Backen oft eine Tasche, während andere Fladenbrote kompakter bleiben. Im deutschsprachigen Raum wird „Fladenbrot“ häufig für das dickere, weiche türkische Marktfladenbrot verwendet.