LexikonFenchelgrün
Allgemein
Fenchelgrün bezeichnet die feinen, dillähnlichen Blätter der Fenchelpflanze. Es wird als frisches Küchenkraut zum Aromatisieren und Garnieren eingesetzt und bringt einen mild anisartigen, leicht süßlichen und frischen Geschmack. Fenchelgrün wird kurz vor dem Servieren über Gerichte gestreut, um Aroma und Farbe zu bewahren. Es ist eine aromatische Ergänzung zu Salaten, Pasta, Fischgerichten und Gemüse.
Herkunft
Fenchel (Foeniculum vulgare) stammt aus dem Mittelmeerraum und wird dort seit Jahrhunderten als Gemüse, Gewürz und Heilpflanze genutzt. Das Fenchelgrün ist ein traditioneller Bestandteil vieler mediterraner Küchen, insbesondere der italienischen und sizilianischen Küche, wo es häufig frisch verwendet wird. Heute wird Fenchel in vielen Regionen Europas sowie weltweit kultiviert.
Verwendung
Fenchelgrün wird roh fein gehackt oder in kleine Zweiglein gezupft und über Speisen gestreut. Es passt hervorragend zu Pasta, Fisch, Meeresfrüchten, Zitrusfrüchten, Tomaten und geröstetem Gemüse. Auch in Dressings, Dips, Kräuterbutter oder als Finish für Suppen sorgt es für Frische. Erhitzen sollte man es nur kurz oder gar nicht, damit das feine Aroma nicht verloren geht.
Nährwerte
Wie viele frische Kräuter ist Fenchelgrün sehr kalorienarm und liefert geringe Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen, darunter Vitamin C, Vitamin K und Kalium. Es enthält zudem ätherische Öle (v. a. Anethol), die für das charakteristische Aroma sorgen. Aufgrund der geringen Verzehrmenge tragen die Nährwerte vor allem aromatisch, weniger energetisch, zum Gericht bei.
Besondere Merkmale
Fenchelgrün erinnert optisch an Dill, unterscheidet sich jedoch durch ein ausgeprägteres Fenchel-Anis-Aroma. Es eignet sich besonders als frisches Finish und für dekorative Garnituren. Die zarten Blätter welken schnell und sollten möglichst frisch verwendet oder kurz in feuchtes Küchenpapier eingeschlagen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Begrifflichkeiten
Neben „Fenchelgrün“ sind Bezeichnungen wie „Fenchelkraut“ oder „Fenchelblatt“ gebräuchlich. Umgangssprachlich wird es gelegentlich als „Fenchel-Dill“ bezeichnet, was seine dillähnliche Optik beschreibt, jedoch kein eigener botanischer Begriff ist. Gemeint sind stets die frischen, fiedrigen Blätter des Fenchels.