LexikonFadennudel
Allgemein
Die Fadennudel ist eine sehr dünne, lange Pastaform, die an Vermicelli erinnert und in vielen Küchen als zarte Suppen- oder Salatnudel geschätzt wird. Sie gart in kurzer Zeit und nimmt Dressings und Saucen gut auf. In der Küche punktet sie durch ihre feine Textur und vielseitige Einsetzbarkeit von klaren Suppen bis zu kalten Nudelsalaten. Geschmacklich ist sie neutral und passt zu würzigen wie milden Aromen. Ihre Form macht sie besonders angenehm zu essen und gut zu portionieren.
Herkunft
Fadennudeln sind in unterschiedlichen Varianten in der italienischen, mitteleuropäischen und asiatischen Küche verbreitet. Italienische Vermicelli gelten als nah verwandt, während in Mitteleuropa „Fadennudeln“ klassisch als Suppeneinlage bekannt sind. Regionale Hersteller produzieren sie meist aus Hartweizengrieß, teils mit Ei. In asiatischen Küchen gibt es ähnliche, jedoch teilweise aus Reis oder Stärke hergestellte Nudeln, die jedoch nicht identisch sind.
Verwendung
Fadennudeln eignen sich ideal als Suppeneinlage, für Nudelsalate, Pfannengerichte oder als Beilage zu Schmor- und Wokgerichten. Sie sollten in reichlich gesalzenem Wasser al dente gegart und nach Bedarf kalt abgeschreckt werden, wenn sie in Salaten Verwendung finden. Dank ihrer feinen Struktur nehmen sie Dressings, Brühen und Saucen besonders gut an. Auch in Aufläufen oder als Bett für geschmortes Gemüse kommen sie zum Einsatz.
Nährwerte
Je nach Rezeptur bestehen Fadennudeln in der Regel aus Hartweizengrieß, gelegentlich unter Zusatz von Ei. Sie liefern vorwiegend Kohlenhydrate, etwas Protein und wenig Fett. Der Energiegehalt liegt ähnlich wie bei anderer Pasta. Vollkornvarianten enthalten mehr Ballaststoffe und Mikronährstoffe. Die Nährwerte können je nach Hersteller und Zutaten leicht variieren.
Besondere Merkmale
Charakteristisch ist der sehr dünne Durchmesser, der für eine besonders kurze Garzeit sorgt. Durch ihre feine Oberfläche haften Saucen gut an. Es gibt Varianten mit und ohne Ei, sowie in unterschiedlichen Längen, teils als Nester gewickelt. Die Nudel bleibt bei korrekter Garzeit formstabil und klebt weniger, wenn sie nach dem Kochen kurz mit etwas Öl vermengt wird.
Begrifflichkeiten
Gebräuchliche Bezeichnungen sind „Fadennudeln“, „Vermicelli“ oder „feine Suppennudeln“. Nicht zu verwechseln sind sie mit Glas- oder Reisnudeln, die aus Stärke beziehungsweise Reis hergestellt werden. In Rezepten kann der Zusatz „gekocht“ oder „al dente“ erscheinen; dies beschreibt lediglich den Zubereitungszustand und nicht die Zutat selbst.