LexikonErdbeerblätter
Allgemein
Erdbeerblätter sind die Laubblätter der Gartenerdbeere (Fragaria × ananassa) und werden überwiegend getrocknet als Kräutertee genutzt. Sie haben ein mild-kräuteriges, leicht herb-süßliches Aroma und bringen eine dezente, grüne Note in Teemischungen. In der Küche finden sie vor allem im Getränke- und Teebereich Verwendung und sind natürlich koffeinfrei. Üblicherweise werden sie zerkleinert oder als geschnittene Droge angeboten.
Herkunft
Die Erdbeerpflanze stammt aus der Kreuzung amerikanischer Fragaria-Arten und wird weltweit kultiviert. Das Sammeln und Trocknen der Blätter für Tee ist in vielen Regionen Europas verbreitet, häufig als Bestandteil traditioneller Hauskräutertees. Auch Blätter wilder Erdbeerarten (Fragaria vesca) werden ähnlich genutzt.
Verwendung
Getrocknete Erdbeerblätter werden mit heißem Wasser übergossen und 5–10 Minuten ziehen gelassen. Sie eignen sich pur oder in Mischungen mit anderen Kräutern und Früchten, etwa mit Pfefferminze, Himbeerblättern oder getrockneten Erdbeerstücken. Neben Tee können die Blätter auch zum Aromatisieren von Kaltauszügen und Limonaden verwendet werden.
Nährwerte
Als Kräuterdroge werden Erdbeerblätter in kleinen Mengen verzehrt und tragen nur minimal zu Energie- und Makronährstoffaufnahme bei. Sie enthalten pflanzliche Begleitstoffe wie Gerbstoffe, Flavonoide und Spuren von Vitaminen und Mineralstoffen, die beim Aufguss teilweise in das Getränk übergehen.
Besondere Merkmale
Die Blätter sind koffeinfrei und entwickeln eine sanfte, adstringierende Note durch enthaltene Gerbstoffe. Für einen harmonischen Geschmack werden sie häufig mit fruchtigen Komponenten kombiniert. Qualitativ hochwertige Ware ist sauber getrocknet, grünlich bis oliv und frei von Stängelholz.
Begrifflichkeiten
Im Handel sind Bezeichnungen wie „Erdbeerblätter geschnitten“, „getrocknete Erdbeerblätter“ oder „Fragaria-Blätter“ geläufig. Verwandte Produkte sind Himbeer- und Brombeerblätter, die ähnlich als Tee-Kräuter verwendet werden.