LexikonCannelloni
Allgemein
Cannelloni sind große, hohle Röhrennudeln, meist aus Hartweizengrieß, die speziell zum Füllen und Überbacken konzipiert sind. Sie werden ungefüllt gekocht oder direkt mit Füllung in Sauce gebacken und erhalten dadurch eine zarte, zugleich formstabile Textur. Typische Begleiter sind Tomaten- oder Bechamelsaucen, die den Garprozess im Ofen unterstützen. Durch ihr Volumen nehmen Cannelloni aromatische Füllungen besonders gut auf und sind ein Klassiker der Ofenpasta-Küche.
Herkunft
Ursprünglich stammen Cannelloni aus der italienischen Küche, mit regionalen Varianten vor allem in Mittel- und Süditalien. Sie haben sich im 19. und 20. Jahrhundert als festliche Ofenpastaspezialität etabliert. In vielen Ländern wurden traditionelle Füllungen wie Fleischragù oder Ricotta-Spinat adaptiert und mit lokalen Zutaten kombiniert. Heute sind Cannelloni international verbreitet und in Supermärkten meist als trockene Röhren erhältlich.
Verwendung
Die Röhren werden mit Füllungen wie Ricotta-Spinat, Hackfleischragù, Pilz- oder Gemüsemischungen befüllt. Anschließend kommen sie in eine ofenfeste Form, werden mit Sauce bedeckt und im Ofen gegart, bis sie weich sind. Vorblanchieren kann die Garzeit verkürzen, ist bei ausreichend Sauce aber oft nicht nötig. Überbacken mit Käse wie Mozzarella oder Parmesan entsteht eine aromatische Kruste. Auch kreative Varianten mit Fisch, veganen Füllungen oder saisonalem Gemüse sind beliebt.
Nährwerte
Cannelloni bestehen in der Regel aus Hartweizengrieß und Wasser; gelegentlich gibt es Eivarianten. Sie liefern vor allem Kohlenhydrate, etwas Protein und wenig Fett. In Kombination mit Füllung und Sauce variiert der Energie- und Nährstoffgehalt stark. Vollkorn- oder glutenfreie Versionen (z. B. aus Mais oder Reis) sind ebenfalls erhältlich und beeinflussen Ballaststoff- und Mikronährstoffprofil.
Besondere Merkmale
Durch ihre Form bieten Cannelloni viel Platz für Füllungen und bleiben beim Garen formstabil. Wichtig ist eine ausreichende Menge Sauce, damit die Röhren vollständig garen und nicht austrocknen. Die glatte Oberfläche erleichtert das Füllen, während gerippte Varianten noch mehr Sauce binden. Vorgeformte, trockene Röhren sparen Arbeit gegenüber selbstgerollten Lasagneblättern.
Begrifflichkeiten
Der italienische Singular lautet „cannellone“, der Plural „cannelloni“. Im Deutschen sind Bezeichnungen wie „Cannelloni-Röhren“ oder „Röhrennudeln (Cannelloni)“ gebräuchlich. Nicht zu verwechseln mit „Canelones“ (spanische Schreibweise) oder „Manicotti“ (ähnliche US-Variante).