LexikonBockshornkleeblatt
Allgemein
Bockshornkleeblätter sind die Blätter der Pflanze Trigonella foenum-graecum und werden als aromatisches Küchenkraut genutzt. Sie besitzen ein charakteristisches, leicht bitteres und nussiges Aroma, das vielen Gerichten Tiefe verleiht. Frische Blätter werden ähnlich wie Spinat kurz mitgegart, getrocknete Blätter (Kasuri Methi) werden meist am Ende zerbröselt zugegeben. In Brotteigen, Currys und Gemüsepfannen sind sie ein typisches Würzkraut.
Herkunft
Der Einsatz von Bockshornkleeblättern ist besonders in Südasien, vor allem in der indischen und pakistanischen Küche, verbreitet. Die Pflanze wird jedoch auch im Mittelmeerraum seit langem kultiviert. Während Bockshornkleesamen in vielen Regionen bekannt sind, haben sich die Blätter vor allem durch Gerichte aus Gujarat, Punjab und Nordindien etabliert.
Verwendung
Frische Methi-Blätter werden gewaschen, grob gehackt und in Teige, Pfannengerichte oder Currys eingearbeitet. Getrocknete Blätter, als Kasuri Methi bekannt, werden zwischen den Händen zerkrümelt und zum Schluss über das Gericht gestreut. Typische Anwendungen sind Methi Thepla, Methi Malai Matar, Dal und Butter Chicken als Finishing-Aromatik. Sie harmonieren mit Knoblauch, Ingwer, Chili und warmen Gewürzen.
Nährwerte
Bockshornkleeblätter sind kalorienarm und liefern Ballaststoffe, etwas Eiweiß sowie Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Vitamin K und Eisen. In getrockneter Form sind die Aromen konzentrierter, während die Nährstoffe pro Gewichtseinheit höher ausfallen. Sie werden vor allem als Würzzutat in kleinen Mengen verwendet.
Besondere Merkmale
Das markante, leicht bittere Aroma unterscheidet sich deutlich von dem der Bockshornkleesamen, die kräftiger und karamellig-würzig schmecken. Frische Blätter verlieren beim Kochen etwas Bitterkeit, getrocknete entwickeln intensiven Duft. Qualität zeigt sich in sattgrünen, aromatischen Blättern bzw. hellgrünen, duftenden getrockneten Blättchen.
Begrifflichkeiten
Im Hindi/Urdu heißen die Blätter „Methi“, getrocknet „Kasuri Methi“. Im Deutschen ist die Bezeichnung „Bockshornkleeblätter“ oder „Bockshornklee-Blätter“ üblich. Sie sind vom Eintrag „Bockshornkleesamen“ zu unterscheiden, da Samen und Blätter unterschiedlich schmecken und eingesetzt werden.