LexikonBittermelone
Allgemein
Die Bittermelone ist ein tropisches Fruchtgemüse aus der Familie der Kürbisgewächse. Ihr Geschmack ist deutlich bitter, die Oberfläche warzig und länglich gerippt. In der Küche wird sie häufig entkernt, gesalzen oder blanchiert, um die Bitterkeit zu mildern. Sie eignet sich zum Füllen, Dünsten, Braten und für Suppen sowie Pfannengerichte.
Herkunft
Ihren Ursprung hat die Bittermelone vermutlich in Süd- und Südostasien, ist heute jedoch in vielen tropischen und subtropischen Regionen verbreitet. Besonders in der indischen, chinesischen, vietnamesischen und philippinischen Küche ist sie fest verankert. Über Handelswege und Migration hat sie auch in westlichen Küchen zunehmend Bekanntheit erlangt.
Verwendung
Typische Zubereitungen sind gefüllte Bittermelonenringe, Wok-Gerichte, Currys und aromatische Suppen. Vor der Zubereitung werden die Früchte meist der Länge nach aufgeschnitten, entkernt und in Scheiben oder Stücke geteilt. Salzen, Abspülen oder kurzes Blanchieren reduzieren die Bitterkeit. Sie harmoniert mit Hackfleisch, Knoblauch, Sojasauce, Tomaten und kräftigen Gewürzen.
Nährwerte
Die Bittermelone ist kalorienarm und liefert Ballaststoffe, Vitamin C sowie verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Sie enthält zudem Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. In einigen Kulturen wird sie wegen ihrer Bitterstoffe auch für potenzielle gesundheitliche Wirkungen geschätzt, was jedoch eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzt.
Besondere Merkmale
Charakteristisch sind die warzige Schale und der intensive, bittere Geschmack. Je nach Reifegrad variiert die Farbe von grün bis gelb-orange; reife Früchte enthalten rote Samenhäute. Durch spezielle Vorbereitungsschritte kann die Bitterkeit gezielt angepasst werden, ohne das typische Aroma zu verlieren.
Begrifflichkeiten
Gebräuchliche Bezeichnungen sind Bittermelone, Bittergurke, Goya (japanisch) und Karela (hindi). Botanisch heißt die Pflanze Momordica charantia und wird auch als Balsambirne bezeichnet. Im Handel findet man sie meist frisch, gelegentlich auch eingelegt oder getrocknet.