LexikonBambussprosse
Allgemein
Bambussprossen sind die jungen, zarten Triebe von Bambusarten und werden als Gemüse in vielen asiatischen Küchen geschätzt. Sie besitzen eine knackige, faserarme Textur und einen mild-nussigen Geschmack. Im Handel sind sie frisch, vorgegart vakuumiert oder in Dosen/Gläsern erhältlich. Vor der Verwendung werden sie in der Regel gewässert oder kurz blanchiert, um eventuelle Bitterstoffe zu mildern.
Herkunft
Bambussprossen stammen vorwiegend aus Ost- und Südostasien, wo Bambus weit verbreitet ist. Besonders in China, Japan, Thailand, Vietnam und Indien sind sie traditioneller Bestandteil vieler Gerichte. Der Anbau und die Ernte erfolgen meist saisonal, die weltweite Verfügbarkeit wird jedoch durch Konserven- und TK-Produkte sichergestellt.
Verwendung
Bambussprossen werden in Wok- und Pfannengerichten, Currys, Suppen und Salaten eingesetzt. Sie harmonieren mit aromatischen Gewürzen wie Ingwer, Knoblauch, Chili und Sojasauce. In Currys und Eintöpfen sorgen sie für Biss und Struktur; eingelegte oder vorgegarte Varianten sollten vor dem Kochen abgespült und nach Bedarf in Streifen geschnitten werden.
Nährwerte
Bambussprossen sind kalorienarm und enthalten Ballaststoffe, etwas pflanzliches Eiweiß sowie Mineralstoffe wie Kalium. Sie liefern zudem sekundäre Pflanzenstoffe. Je nach Verarbeitungsart (z. B. in Lake eingelegt) kann der Salzgehalt variieren, weshalb Abspülen empfehlenswert ist.
Besondere Merkmale
Frische Bambussprossen können natürliche Bitterstoffe enthalten, die durch Kochen oder Blanchieren reduziert werden. Manche Bambusarten enthalten in rohem Zustand geringe Mengen Blausäureverbindungen, die durch Erhitzen unschädlich gemacht werden. Konservenware ist bereits vorgegart und daher sofort küchenfertig.
Begrifflichkeiten
Weitere Bezeichnungen sind Bambusschösslinge oder englisch Bamboo Shoots. Im Handel wird zwischen frischen, vorgegarten Vakuum-Packungen und Konserven unterschieden; übliche Schnittformen sind Streifen, Scheiben oder Keile.