LexikonAsant (Asafoetida)
Allgemein
Asant, auch Asafoetida oder Hing genannt, ist ein Harzgewürz, das aus den Wurzeln der Pflanze Ferula asafoetida gewonnen wird. Es besitzt ein intensives, schwefelig-zwiebeliges Aroma, das beim Anrösten in Öl oder Ghee milder und angenehm lauchartig wird. Verwendet wird es in sehr kleinen Mengen, meist als Prise. In der Küche dient es als geschmacksverstärkende Basisnote für herzhafte Gerichte.
Herkunft
Die Pflanze stammt aus Regionen Irans, Afghanistans und Zentralasiens, wo das Harz traditionell geerntet und getrocknet wird. Über die Seidenstraße und den Gewürzhandel fand Asafoetida seinen Weg in die indische und später in andere asiatische Küchen. In Europa war es historisch als Heil- und Küchengewürz bekannt, geriet jedoch zeitweise in Vergessenheit.
Verwendung
Asant wird vor allem in der indischen Küche, insbesondere in vegetarischen und veganen Linsen-, Bohnen- und Gemüsecurrys, eingesetzt. Üblich ist das kurze Anrösten in heißem Öl, um die Schärfe zu mildern und die Aromen zu entfalten. Eine Prise genügt, da das Gewürz sehr intensiv ist. Es kann Zwiebel- und Knoblauchnoten ersetzen, was es für zwiebelfreie oder sattvische Gerichte interessant macht.
Nährwerte
Asafoetida wird in minimalen Mengen verwendet, sodass sein Kalorien- oder Nährstoffbeitrag zum Gericht gering ist. Handelsübliches Pulver ist häufig mit Mehl, Reismehl oder Gummi arabicum gestreckt; dies kann die Nährwerte und die Verträglichkeit (z. B. bei Gluten) beeinflussen. Reines Harz hat nahezu keine verwertbaren Makronährstoffe.
Besondere Merkmale
Typisch ist der sehr starke Geruch im rohen Zustand, der luftdicht verschlossen gelagert werden sollte. Beim Erhitzen wandelt sich die strenge Note in ein rundes, lauchiges Aroma. Es wird oft als verdauungsfördernd beschrieben und ist in ayurvedischen Anwendungen verbreitet. Achte beim Pulver auf Zusätze, wenn du glutenfrei oder ohne bestimmte Stärken kochst.
Begrifflichkeiten
Geläufige Namen sind Asafoetida, Hing und Asant; umgangssprachlich auch „Teufelsdreck“. Verkauft wird es als reines Harz (Stücke) oder als gemahlenes Pulver, letzteres oft mit Trägerstoffen gestreckt. In Rezepten genügt meist „eine Prise Hing/Asafoetida“.