LexikonSchlafmohn
Der Schlafmohn, auch bekannt als Opiummohn, ist eine der ältesten bekannten Heilpflanzen, deren schmerzlindernde und beruhigende Eigenschaften in der Medizingeschichte tief verankert sind.
Einleitung
Der Schlafmohn ist eine kraftvolle Pflanze, die sowohl für ihre medizinischen als auch kulturellen Bedeutungen bekannt ist. Ihre Verwendung reicht Tausende von Jahren zurück und sie hat sowohl heilende als auch zerstörerische Auswirkungen auf die Menschen, die sie nutzen.
Hauptbeschreibung
Schlafmohn ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 1 Meter hoch werden kann. Sie ist bekannt für ihre großen, auffälligen Blüten, die in Farben von Rosa, Rot und Weiß erscheinen können. Die Pflanze produziert auch eine Frucht in Form einer großen Kapsel, die zahlreiche kleine Samen enthält. Der milchige Saft, der aus den unreifen Kapseln austritt, wird getrocknet und als Rohopium verwendet.
Steckbrief
Wissenschaftlicher Name: Papaver somniferum
Pflanzenfamilie: Papaveraceae (Mohnfamilie)
Englischer Name: Opium Poppy
Volkstümlicher Name: Schlafmohn
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Milchsaft
Heilwirkungen: Schmerzlinderung, Beruhigung, Hustenstillend, Krampflösend
Anwendungsbereiche: Schmerztherapie, Schlafstörungen, Asthma
Inhaltsstoffe: Alkaloide (insbesondere Morphin und Codein), Flavonoide, Fettsäuren
Sammelzeit: Sommer
Anwendung
Innerlich: Die Samen des Schlafmohns können zur Schmerzlinderung und Beruhigung eingenommen werden. Auch in der Hustentherapie finden sie Anwendung.
Äußerlich: Der Milchsaft des Schlafmohns kann für kompressen zur Linderung von Hauterkrankungen verwendet werden.
Geschichtliches
Schlafmohn wurde bereits in der Antike als Heilpflanze verwendet. Die alten Ägypter, Griechen und Römer nutzten den Mohn zur Schmerzlinderung und zur Behandlung von Schlafstörungen.
Pflanzenbeschreibung
Die Pflanze hat einen aufrechten, verzweigten Stängel mit blaugrünen, gezackten Blättern. Die großen, auffälligen Blüten sind meist rosa, rot oder weiß und erscheinen im Sommer.
Anbautipps
Schlafmohn bevorzugt sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr direkt ins Freiland. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert die Samenbildung.

