LexikonGschwulstkraut
Das Gschwulstkraut, auch bekannt als Großes Hexenkraut, ist eine in Europa heimische Heilpflanze, die traditionell zur Behandlung von Entzündungen und Geschwulsten eingesetzt wird. Sie ist bekannt für ihre entzündungshemmenden und schleimlösenden Eigenschaften.
Einleitung
Das Gschwulstkraut ist eine interessante Pflanze mit einer reichen Geschichte und vielseitigen Anwendung in der Naturheilkunde. Trotz ihres etwas gruseligen volkstümlichen Namens, Großes Hexenkraut, ist diese Pflanze alles andere als unheimlich und bietet eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen.
Hauptbeschreibung
Das Gschwulstkraut ist eine ausdauernde, mehrjährige Pflanze, die bis zu einem Meter hoch wachsen kann. Sie hat lange, lanzettförmige Blätter und kleine, gelbgrüne Blüten, die in einem lockeren, verzweigten Blütenstand angeordnet sind. Die Pflanze hat einen starken, charakteristischen Geruch, der oft als unangenehm beschrieben wird.
Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Circaea lutetiana
- Pflanzenfamilie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
- Englischer Name: Enchanter's Nightshade
- Volkstümlicher Name: Großes Hexenkraut
- Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzeln
- Heilwirkungen: Entzündungshemmend, Schleimlösend, adstringierend, schmerzlindernd
- Anwendungsbereiche: Wundbehandlung, Entzündungen, Hautprobleme, Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden
- Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Triterpene
- Sammelzeit: Juni bis August
Anwendung
Das Gschwulstkraut kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Innerlich wird es in Form eines Tees bei Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Äußerlich kann ein Aufguss aus den Blättern und Wurzeln der Pflanze zur Behandlung von Wunden und Hautproblemen verwendet werden.
Geschichtliches
Die Verwendung des Gschwulstkrauts in der traditionellen Medizin geht auf das Mittelalter zurück. Es wurde damals als Allheilmittel gegen eine Vielzahl von Beschwerden, einschließlich Geschwülsten und Entzündungen, verwendet.
Pflanzenbeschreibung
Das Gschwulstkraut wächst vorzugsweise in schattigen, feuchten Wäldern und auf nährstoffreichen Böden. Die Pflanze hat einen starken, unangenehmen Geruch, der oft mit dem Geruch von faulen Eiern verglichen wird. Die Blätter sind dunkelgrün, lanzettförmig und wechselständig angeordnet. Die kleinen, gelbgrünen Blüten erscheinen in lockeren, verzweigten Blütenständen.
Anbautipps
Das Gschwulstkraut bevorzugt einen schattigen Standort und einen nährstoffreichen, feuchten Boden. Es ist eine robuste Pflanze, die wenig Pflege benötigt. Die Samen können im Spätwinter oder Frühjahr direkt ins Freiland gesät werden. Die Pflanze benötigt eine gleichmäßige Bewässerung, besonders während trockener Perioden.

