LexikonFrauenmantel
"Der Frauenmantel ist eine traditionelle Heilpflanze, die besonders in der Frauenheilkunde Anwendung findet und für seine adstringierende und entzündungshemmende Wirkung bekannt ist."
Einleitung
Der Frauenmantel ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die in der traditionellen Medizin vor allem wegen ihrer positiven Effekte auf das weibliche Fortpflanzungssystem geschätzt wird. Sein Name spiegelt die Assoziation mit Weiblichkeit wider und ist durch seine zarte, mantelartige Form inspiriert.
Hauptbeschreibung
Der Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse und ist in Europa und Asien weit verbreitet. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre rundlichen, fächerförmigen Blätter aus, die in einem zierlichen, kleeartigen Muster angeordnet sind. Die gelbgrünen Blüten erscheinen in dichten Büscheln und verströmen einen dezenten Duft. In der Volksmedizin wird der Frauenmantel wegen seiner vielfältigen Heilwirkungen, insbesondere in Bezug auf Frauenleiden, geschätzt.
Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Alchemilla vulgaris
- Pflanzenfamilie: Rosengewächse (Rosaceae)
- Englischer Name: Lady's Mantle
- Volkstümlicher Name: Silbermantel, Taufänger
- Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
- Heilwirkungen: adstringierend, entzündungshemmend, menstruationsregulierend, hormonregulierend, wundheilend
- Anwendungsbereiche: Frauenleiden (Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden), Durchfall, Entzündungen der Schleimhäute, Hauterkrankungen, Wunden
- Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide, Saponine, Bitterstoffe, ätherisches Öl
- Sammelzeit: Mai bis August
Anwendung
Innerlich wird Frauenmantel meist als Tee zubereitet und getrunken, um Beschwerden wie Menstruationskrämpfen oder Durchfall entgegenzuwirken. Äußerlich kann ein Aufguss aus Frauenmantel zur Behandlung von Hauterkrankungen, Wunden oder Entzündungen der Schleimhäute angewendet werden.
Geschichtliches
Der Frauenmantel erfreut sich seit Jahrhunderten großer Beliebtheit in der Volksmedizin. Schon im Mittelalter wurde er von Hildegard von Bingen als Heilpflanze für Frauenleiden empfohlen. Auch Paracelsus, ein bekannter Arzt und Alchemist des 16. Jahrhunderts, schätzte den Frauenmantel und setzte ihn in seiner Praxis ein.
Pflanzenbeschreibung
Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 60 cm und hat eine kräftige, verzweigte Wurzel. Die Blätter sind rundlich und tief gelappt, erinnern an einen Mantel und sind von einem silbrigen Glanz. Die gelbgrünen Blüten stehen in dichten Büscheln und weisen eine unauffällige, aber charmante Schönheit auf.
Anbautipps
Der Frauenmantel bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Er kann durch Aussaat oder Teilung vermehrt werden und ist recht pflegeleicht. Die Sammelzeit für die Heilpflanze liegt zwischen Mai und August, wobei die Blätter und Blüten gesammelt werden.

