LexikonEibisch
Der Eibisch ist ein traditionelles Heilkraut, bekannt für seine beruhigende Wirkung auf Haut und Schleimhäute dank seiner reichlich vorhandenen Schleimstoffe.
Einleitung
Der Eibisch, auch als Heil-Eibisch oder Weißer Eibisch bekannt, ist eine altbewährte Heilpflanze, die seit Jahrhunderten in Europa und Asien verwendet wird. Der hohe Gehalt an Schleimstoffen macht den Eibisch zu einer ausgezeichneten Pflanze für die Linderung von Reizungen und Entzündungen, insbesondere in Hals, Magen und Darm.
Hauptbeschreibung
Der Eibisch ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 1,5 Meter hoch werden kann. Sie weist herzförmige Blätter und zarte, rosa bis weiße Blüten auf. Der Eibisch ist besonders für seinen hohen Gehalt an Schleimstoffen bekannt, die als Schutzschicht dienen und Entzündungen lindern können. Diese Schleimstoffe sind in allen Pflanzenteilen vorhanden, besonders jedoch in den Wurzeln. Sie können sowohl äußerlich zur Wundheilung als auch innerlich bei Magen-Darm-Problemen und Husten eingesetzt werden.
Steckbrief:
- Wissenschaftlicher Name: Althaea officinalis
- Pflanzenfamilie: Malvaceae (Malvengewächse)
- Englischer Name: Marshmallow
- Volkstümlicher Name: Schleimwurzel
- Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzeln, Blüten
- Heilwirkungen: entzündungshemmend, beruhigend, reizlindernd, schleimlösend
- Anwendungsbereiche: Magen-Darm-Beschwerden, Husten, Heiserkeit, Hautreizungen, Wunden
- Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Flavonoide, Phytosterole, Zucker, Gerbstoffe
- Sammelzeit: Wurzeln im Herbst, Blätter und Blüten im Sommer
Anwendung:
Innerlich wird der Eibisch bei Husten, Heiserkeit und Magen-Darm-Beschwerden verwendet. Die Schleimstoffe legen sich schützend auf die Schleimhäute und lindern so Reizungen und Entzündungen. Äußerlich kann der Eibisch bei Hautreizungen und Wunden eingesetzt werden. Hier wirken die Schleimstoffe beruhigend und fördern die Wundheilung.
Geschichtliches:
Der Eibisch wird seit der Antike als Heilpflanze genutzt. Der griechische Arzt Dioskurides empfahl die Pflanze bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. zur Behandlung von Wunden und Geschwüren. Im Mittelalter war der Eibisch ein wichtiger Bestandteil der Klostermedizin.
Pflanzenbeschreibung:
Der Eibisch ist eine robuste, mehrjährige Pflanze mit kräftigem Wurzelstock. Die Blätter sind herzförmig und weisen eine weiche, samtige Oberfläche auf. Die Blüten sind klein, rosa bis weiß und erscheinen von Juli bis September.
Anbautipps:
Der Eibisch bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, feuchtem Boden. Er kann problemlos im Garten oder in größeren Töpfen angebaut werden. Wichtig ist, dass der Boden nicht austrocknet, da die Pflanze viel Feuchtigkeit benötigt. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr, die Ernte der Wurzeln im Herbst des zweiten Jahres. Die Blätter und Blüten können während der gesamten Vegetationsperiode geerntet werden.

