LexikonBauchwehkraut
Das Bauchwehkraut, auch als 'Pfefferminze' bekannt, ist eine bewährte Heilpflanze mit krampflösender Wirkung und wird vor allem zur Linderung von Verdauungsbeschwerden verwendet.
Einleitung:
Die Pfefferminze, im Volksmund oft als Bauchwehkraut bezeichnet, ist eine ausdauernde, kräftig duftende Heilpflanze, deren Anwendungsbereich vor allem den Verdauungstrakt betrifft. Sie ist bekannt für ihre krampflösende und schmerzlindernde Wirkung.
Hauptbeschreibung:
Die Pfefferminze gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eine Hybride, die aus der Kreuzung von Wasserminze und Grünminze entstand. Sie ist in Europa weit verbreitet und wird aufgrund ihrer heilenden Eigenschaften seit Jahrhunderten in der Volksmedizin genutzt. Ihre Blätter enthalten ätherische Öle, die einen starken, erfrischenden Duft verströmen und die heilende Wirkung der Pfefferminze ausmachen.
Steckbrief:
- Wissenschaftlicher Name: Mentha x piperita
- Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
- Englischer Name: Peppermint
- Volkstümlicher Name: Bauchwehkraut
- Verwendete Pflanzenteile: Blätter
- Heilwirkungen: krampflösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend, antibakteriell
- Anwendungsbereiche: Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und Migräne, Erkältungssymptome, Menstruationsbeschwerden
- Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl (Menthol, Menthon), Flavonoide, Rosmarinsäure
- Sammelzeit: Juni bis September
Anwendung:
Innerlich wird die Pfefferminze vor allem bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Magenkrämpfen oder Reizdarm eingesetzt. Äußerlich kann das Kraut bei Kopfschmerzen und Migräne helfen – dazu werden die frischen oder getrockneten Blätter direkt auf die Stirn gelegt.
Geschichtliches:
Die Pfefferminze wurde schon in der Antike als Heilpflanze geschätzt. Ihre heilenden Eigenschaften wurden von den alten Griechen und Römern genutzt, die das Kraut bei Verdauungsbeschwerden und Kopfschmerzen einsetzten.
Pflanzenbeschreibung:
Die Pfefferminze ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die bis zu 90 cm hoch werden kann. Sie hat einen vierkantigen Stängel und gegenständig angeordnete, eiförmige Blätter mit gesägten Rändern. Von Juni bis September trägt die Pflanze violette Blüten in Form von Scheinquirlen.
Anbautipps:
Die Pfefferminze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen feuchten, nährstoffreichen Boden. Sie lässt sich leicht durch Teilung oder Aussaat vermehren und benötigt nur wenig Pflege. Im Herbst sollte die Pflanze zurückgeschnitten werden, um kräftiges Wachstum im nächsten Jahr zu fördern.

