LexikonAugenkraut (Schöllkraut)
Das Augenkraut, auch bekannt als Schöllkraut, ist eine gelb blühende Heilpflanze, die für ihre wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt wird.
Einleitung
Das Schöllkraut, im Volksmund auch als Augenkraut bekannt, ist eine weit verbreitete Heilpflanze, die in vielen Regionen der Welt gefunden wird. Sie ist bekannt für ihre gelben Blüten und ihren orangefarbenen Milchsaft, der bei Hautkontakt abgesondert wird.
Hauptbeschreibung
Schöllkraut ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die bis zu 50 cm hoch wachsen kann. Die Pflanze hat gelbe, vierblättrige Blüten und blaugrüne Blätter. Der charakteristische orangefarbene Milchsaft der Pflanze wird bei Hautkontakt abgesondert und hat starke heilende Eigenschaften.
Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Chelidonium majus
- Pflanzenfamilie: Mohngewächse (Papaveraceae)
- Englischer Name: Greater Celandine
- Volkstümlicher Name: Augenkraut
- Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Stängel und Wurzeln
- Heilwirkungen: Wundheilend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzlindernd
- Anwendungsbereiche: Hauterkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden, Leber- und Gallenleiden
- Inhaltsstoffe: Alkaloide, Flavonoide, Phenolsäuren, ätherisches Öl
- Sammelzeit: Mai bis September
Anwendung
Innerlich wird Schöllkraut bei Verdauungsbeschwerden und Lebererkrankungen verwendet. Äußerlich kann der Milchsaft zur Behandlung von Warzen und anderen Hautkrankheiten eingesetzt werden.
Geschichtliches
Schöllkraut wurde bereits in der Antike als Heilpflanze genutzt. Es wurde als "Augenkraut" bezeichnet, da es zur Behandlung von Augenleiden verwendet wurde.
Pflanzenbeschreibung
Die Pflanze hat eine kräftige Wurzel und einen aufrechten, verzweigten Stängel. Die Blätter sind blau-grün und gelappt. Die gelben Blüten erscheinen von Mai bis September. Die Früchte sind Schoten, die zahlreiche kleine Samen enthalten.
Anbautipps
Schöllkraut bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen gut durchlässigen Boden. Es ist eine pflegeleichte Pflanze, die sowohl in der Wildnis als auch im Garten gedeiht. Es wird empfohlen, die Pflanze während der Blütezeit zu sammeln, da sie dann die höchste Konzentration an Wirkstoffen hat.

