LexikonArnika
Die Arnika ist eine bewährte Heilpflanze mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften, die insbesondere zur äußeren Behandlung von Prellungen, Verstauchungen und Blutergüssen eingesetzt wird.
Einleitung
Als wahre Königin unter den Heilpflanzen erfreut sich die Arnika großer Beliebtheit in der Naturheilkunde. Ihre heilenden Kräfte helfen bei vielfältigen Beschwerden und machen sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Hausapotheke.
Hauptbeschreibung
Die Arnika, auch Bergwohlverleih bekannt, ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die in den Bergregionen Europas und Asiens heimisch ist. Sie wächst bevorzugt auf kalkarmen, sauren Böden in lichten Kiefernwäldern, auf Magerrasen oder Hochmooren. Ihre leuchtend gelben Blütenköpfe sind nicht nur eine Augenweide, sondern enthalten auch die wertvollen Wirkstoffe, die der Arnika ihre heilende Kraft verleihen.
Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Arnica montana
- Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
- Englischer Name: Arnica
- Volkstümlicher Name: Bergwohlverleih
- Verwendete Pflanzenteile: Blüten (selten auch die Wurzel)
- Heilwirkungen: entzündungshemmend, schmerzlindernd, antiseptisch, durchblutungsfördernd
- Anwendungsbereiche: Prellungen, Verstauchungen, Blutergüsse, rheumatische Muskel- und Gelenkbeschwerden, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
- Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Flavonoide, Sesquiterpenlactone, Phenolcarbonsäuren, Cumarine
- Sammelzeit: Juni bis August
Anwendung
Im Allgemeinen wird Arnika äußerlich angewendet, beispielsweise in Form von Tinkturen, Salben oder Gelen. Sie kann bei Prellungen, Verstauchungen und Blutergüssen helfen, die Schwellung zu reduzieren und den Heilungsprozess zu beschleunigen. Bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden kann sie Schmerzen lindern. Innerlich sollte Arnika aufgrund ihrer starken Wirkung nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.
Geschichtliches
Arnika wurde bereits im Mittelalter als Heilpflanze genutzt. Sie war Bestandteil von sogenannten "Hexensalben" und wurde zur Behandlung von Quetschungen und Verstauchungen verwendet. Im 18. Jahrhundert wurde sie in die offizielle Arzneimittelliste aufgenommen und ist seitdem fester Bestandteil der Phytotherapie.
Pflanzenbeschreibung
Die Arnika ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die bis zu 60 cm hoch werden kann. Sie hat gegenständige, lanzettliche Blätter und leuchtend gelbe, körbchenförmige Blüten, die von Juni bis August blühen.
Anbautipps
Arnika ist eine anspruchslose Pflanze, die sich auch für den Anbau im heimischen Garten eignet. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden. Es ist zu beachten, dass die Pflanze unter Naturschutz steht und in der freien Natur nicht gesammelt werden darf.

